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Sicher anlegen in der Krise

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Geld clever anlegen – Sein eigenes Urteil bilden

In wirtschaftlich schlechten Zeiten zeigt sich immer wieder das Phänomen, dass Anleger insbesondere Ausschau nach sehr sicheren Geldanlagen halten. Dieses ist natürlich auch verständlich, da sich das allgemeine Anlagerisiko in einer Krise immer erhöht, weil zum Teil auch Unternehmen oder Geldanlagen als solche nun als spekulativer als zuvor gelten, die vor der Krise noch von deutlich mehr Anlegern genutzt werden. Für den Kunden, der nach einer sicheren Geldanlage sucht, stellt sich aber oftmals das Problem, wie man eigentlich zwischen sehr sicheren und risikoreichen Anlagen unterscheidet, denn nur selten wird ein Finanzprodukt mit der Aussage „relativ spekulativ“ beworben, sondern die Risiken als negative Seite der Geldanlage werden natürlich soweit dieses möglich ist „versteckt“. Von daher ist es für den Anleger wichtig, sich selber grundlegend darüber zu informieren, welche Anlageformen auch in der Krise sicher sind und welche Geldanlagen ein erhöhtes Risiko aufweisen.

Sichere Geldanlagen durch den Schutz der Einlagensicherung

Bevor im Folgenden einige sehr sichere Geldanlagen vorgestellt werden, die auch in der derzeitigen Krise nichts von ihrer Sicherheit verloren haben, sei zumindest kurz erwähnt, dass man sich als Anleger bewusst machen muss, dass eine hohe Sicherheit auf der einen Seite natürlich fast immer eine vergleichsweise geringe Rendite nach sich ziehen wird. Man kann also nicht erwarten, dass eine Geldanlage sehr sicher ist und zudem noch eine Rendite von zehn Prozent anbieten kann. Zu den sichersten Geldanlagen überhaupt zählen die Spareinlagen, das Festgeld (Termineinlagen), sowie das Tagesgeld und auch das Girokonto, welches vermehrt im Rahmen der Tagesgeldfunktion als Geldanlage genutzt wird.

Alle vier genannten Finanzprodukte sind durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Diese sieht vor, dass derzeit bis zu 50.000 Euro an Kundeneinlage abgesichert ist, wenn die jeweilige kontoführende Bank zahlungsunfähig werden sollte. Ein anderes Risiko, neben diesem Emittentenrisiko, weisen diese Geldanlageformen ohnehin nicht auf, wenn man eine deutsche bzw. eine Bank im Euroraum wählt. Ab dem 1. Januar 2011 wird die Einlagensicherung sogar noch auf 100.000 Euro (pro Kunde) erhöht, zudem gibt es zahlreiche private Einlagensicherungsfonds der Banken und wenn „alle Stricke reißen“ steht auch noch die Bundesregierung mit ihrer uneingeschränkten Staatsgarantie für diese Kundeneinlagen ein.

Bundeswertpapiere als sichere Geldanlagen

Neben den Finanzprodukte, die durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt sind und auch ansonsten keine Risiken aufweisen, gelten im Allgemeinen auch die so genannten Bundeswertpapiere nach wie vor als „bombensichere“ Geldanlagen. Mit den Bundeswertpapieren sind alle Finanzprodukte gemeint, die vom deutschen Staat emittiert werden. Bekannt sind in diesem Bereich vor allen Dingen die Bundesanleihen, Bundesobligationen oder die Bundesschatzbriefe. Aber auch Finanzierungsschätze, Schatzanweisungen, die Tagesanleihe oder eine US-Dollar-Anleihe werden vom Staat emittiert. Die Bundeswertpapiere gelten deshalb als sehr sicher, weil der deutsche Staat als Emittent dafür steht, dass der Anleger sein Kapital auf jeden Fall zu einhundert Prozent zurück erhält.

Auch international betrachtet genießen Bundeswertpapiere einen sehr guten Ruf und werden in der Regel mit dem besten Rating, dem AAA (Triple A) bewertet. Das Emittentenrisiko ist hier nicht größer als bei den zuvor genannten Produkten Tagesgeld, Festgeld etc., zudem sind keine Zins- oder Währungsrisiken (mit Ausnahme der US-Dollar Anleihe) vorhanden. Ein Kursrisiko in relativ geringem Umfang besteht bei einigen Bundeswertpapieren auch nur dann, wenn der Anleger die Anleihe vor der Fälligkeit zurück geben möchte, denn dann bekommt er natürlich nur den aktuellen Börsenkurs als Grundlage der Kapitalrückzahlung.
Anleihen und Investmentfonds als sichere Geldanlage?
Auch Anleihen und Investmentfonds können zum Teil als sichere Geldanlagen genutzt werden, jedoch muss der Anleger in diesem Bereich auf jeden Fall eine Selektion vornehmen, denn es gelten auf keinen Fall alle Fonds oder alle Anleihen als sehr sichere Finanzprodukte. Bei den Fonds unterscheidet man zunächst zwischen den geschlossen und den offenen Fonds. Hinsichtlich der geschlossenen Fonds kann man im Grunde nur sagen: „Finger weg!“, wenn man eine sehr sichere Art der Geldanlage sucht. Anders sieht es bei den offenen Fonds aus, die man in Immobilienfonds, Aktienfonds, Rentenfonds und Geldmarktfonds einteilt. Als uneingeschränkt sicher gelten hier allerdings nur die Geldmarktfonds, denn diese investieren ausschließlich in Geldmarktpapiere, die von ihrer Eigenschaft selber als sehr sicher gelten