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Hamburg - Mittwoch, 25.01.2012

Wasserfonds als Geldanlage

Für einige Anleger sind auch geschlossenen Fonds als Depotbeimischung interessant. Dabei muss es nicht immer nur der „übliche“ Schiffsfonds oder der Flugzeugfonds sein, sondern auch auf diesem Gebiet gibt es durchaus innovative Fonds, die sich mit Zukunftsbranchen beschäftigen. Dazu zählen unter anderem auch die sogenannten Wasserfonds.

Während Solarfonds in Photovoltaikanlagen und Windkraftfonds in Windkraftanlagen investieren, investieren die Wasserfonds nicht in Wasserkraft und Energiegewinnung, wie man zunächst vielleicht meinen könnte. Vielmehr sind die Wasserfonds mit der Finanzierung von Wasseraufbereitungsanlagen beschäftigt, für die es heute einen immer größeren Bedarf gibt. Auf der Welt ist Wasser zwar durch die Meere im Überfluss vorhanden, nur leider sind rund 97-98 Prozent des auf der Erde vorhandenen Wassers nicht als Trinkwasser geeignet, da es sich um Salzwasser handelt. Daher muss das Salzwasser erst durch Aufbereitungsanlagen in Süßwasser „umgewandelt“ werden. Ähnlich sieht es auch beim Abwasser aus, denn auch dieses muss mittels Aufbereitungsanlagen geklärt und gereinigt werden, sodass man es später wieder als Trinkwasser nutzen kann.

Trotz der Tatsache, dass das Süß- bzw. Trinkwasser weltweit betrachtet eher knapper wird, steigt der Bedarf der Weltbevölkerung im Durchschnitt weiter an. All diese Tatsachen sprechen dafür, dass Trinkwasser in den nächsten Jahren und Jahrzehnten ein stark nachgefragter Rohstoff sein wird. Daher haben Anleger derzeit auch gute Chancen, mit einem Investment in Wasserfonds einen guten und auch recht sicheren Ertrag zu erzielen, denn dass der Bedarf an Wasseraufbereitungsanlagen steigen wird, ist aus den vorangegangenen Darstellungen klar geworden. Allerdings sollten Anleger natürlich dennoch die Wasserfonds vergleichen und auf einige Aspekte achten. So sollte das Land, in welchem die Wasseraufbereitungsanlage entstehen soll oder bereits vorhanden ist, möglichst politisch stabil sein. Ferner sollte die Fremdkapitalquote des Fonds nicht zu hoch sein, denn dann steigt auch das Zinsrisiko, wenn die Kreditzinsen später teurere werden sollten. Was die Rendite betrifft, kann man bei Wasserfonds vor Steuern mit vier bis sechs Prozent kalkulieren.