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Hamburg - Freitag, 20.01.2012

Hollandfonds als Immobilieninvestment

Es gibt sicherlich eine Reihe von Finanzprodukten, die zwar nicht besonders bekannt sind, aber dennoch für eine nicht geringe Anzahl von Anlegern als Investment sehr interessant sein können. Zu diesen Anlageprodukten zählen unter anderem die so genannten Hollandfonds.

Die Hollandfonds sind kurz erläutert geschlossenen Immobilienfonds, die ausschließlich bzw. zum größten Teil in Immobilien in den Niederlanden investieren. Nicht zu verwechseln sind die Hollandfonds mit offenen Immobilienfonds, die gänzlich andere Merkmale aufweisen. Derzeit können Hollandfonds neben den generellen Vorteilen noch durch zwei besondere Aspekte auffallen. Zunächst einmal schlagen zur Zeit ohnehin viele Experten ein Investment in Immobilien vor, denn es handelt sich dabei um eine inflationsgeschützte Anlageform, die auf lange Sicht hin auch relativ sicher ist. Sei es zur privaten Altersvorsorge oder als reine Kapitalanlage – der Trend geht sicherlich bereits hin zu einem verstärkten Investment in Immobilien. Für die Hollandfonds spricht ebenfalls, dass der Immobilienmarkt in Holland derzeit sehr gefestigt ist und von steigender Nachfrage geprägt ist. Das gilt insbesondere für Bürogebäude in den großen Städten wie Amsterdam oder Rotterdam, in welche die Hollandfonds auch vorwiegend investieren.

Trotz dieser genannten Vorteile darf man als Anleger jedoch nicht vergessen, dass es sich bei den Hollandfonds eben um geschlossene Fonds handelt. Und geschlossene Fonds bergen stets ein gewisses Risiko, denn im schlimmsten Fall kann der Anleger sogar sein gesamtes Kapital und noch mehr verlieren. Denn sollte die Fondsgesellschaft in Form einer – heute allerdings kaum noch genutzten – GbR firmieren, so ist sogar eine Haftung über das investierte Kapital hinaus möglich. Die Anlage in Hollandfonds will also gut überlegt sein, und ist für Kleinanleger ohnehin meistens schon deshalb nicht besonders geeignet, weil es meistens einer Mindesteinlage von 10.000 Euro oder mehr erfordert, um überhaupt Anteile an dem jeweiligen Fonds erwerben zu können.