Wählen Sie Ihren Vergleich:

Nachrichten

Hamburg - Dienstag, 17.01.2012

S&P fährt auch zu Beginn des Jahres mit Herabstufungen fort

Nachdem die Ratingagenturen bereits im vergangenen Jahr zahlreiche Eurostaaten bezüglich ihrer Kreditwürdigkeit herabgestuft haben, scheint sich dieser „Trend“ auch in diesem Jahr fortzusetzen. So stufte die amerikanische Rating-Agentur S&P aktuell gleich neun Staaten aus der Eurozone herab.

Um jeweils eine Stufe wurden die zwei Eurostaaten Frankreich und Österreich herabgestuft, nämlich jeweils von der Bestnote „AAA“ auf nunmehr „AA+“. Ebenfalls um eine Stufe wurde das Rating für die drei Staaten Malta, Slowenien sowie für die Slowakei herabgestuft. Sogar um zwei Stufen schlechter werden nun die südeuropäischen Staaten Italien, Zypern, Spanien sowie Portugal bewertet. Deutschland war allerdings nicht von der Herabstufung betroffen, sodass die Bundesrepublik nach wie vor zu den immer weniger werdenden Eurostaaten gehört, die noch die Bestnote „AAA“ für sich verbuchen können. Die wesentliche Begründung lieferte Standard & Poors in der Form, als dass nach Meinung der Rating-Agentur von Seiten der europäischen Politiker nicht genug getan wurde, um die vorhandene Schuldenkrise zu begrenzen.

Dazu zählt auch, dass nach Meinung von S&P beim Eurogipfel im vergangenen Dezember keine ausreichenden Lösungen gefunden und Beschlüsse gefasst wurden. Neben den Herabstufungen gab S&P zudem bekannt, dass der Gesamtausblick derzeit für insgesamt 14 Staaten weiterhin negativ ist. Wie sich die erneuten Herabstufungen nun auf dem Kapitalmarkt und an den Märkten generell auswirken werden, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen zeigen. Die „logische“ Konsequenz würde jedenfalls so aussehen, dass die betroffenen, also die herabgestuften Staaten, künftig höhere Zinsen für ihre Anleihen zahlen müssten. Falls allerdings doch in der näheren Zukunft die nach wie vor im Gespräch befindlichen Eurobonds kommen sollten, wäre die Zinsgestaltung ohnehin komplett neu zu definieren.