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Hamburg - Donnerstag, 05.01.2012

Aussichten für 2012: Wie wird das Jahr für Anleger werden?

Das Jahr 2011 wird sicherlich als eines der ereignisreichsten Börsenjahre in die Geschichte eingehen. Es war geprägt von starken Kursturbulenzen, einem nahezu historischen „Zick-Zack-Kurs“ auch im Bereich der Leitzinsen und natürlich von dem alles beherrschenden Thema: der Eurokrise und der Krise der Staatsanleihen. Gespannt blicken die Anleger und Experten nun ins nächste Jahr und fragen sich, wie es an den Finanzmärkten weitergehen könnte.

In 2012 wird es vor allen Dingen darauf ankommen, dass die Eurostaaten wieder Stabilität in ihre eigenen Finanzhaushalte bekommen und dass auch der Euro wieder eine stabile Währung wird. Vieles wird zudem auch von der wirtschaftlichen Entwicklung in den Euro-Staaten und in der gesamten Welt ankommen. Denn die globale Wirtschaft hat sowohl Auswirkungen auf die Leitzinsen - und somit auch auf die Anlagezinsen - als auch auf das Verhalten an den Aktien- und Finanzmärkten. Wie oftmals der Fall, so gibt es aus Expertensicht eine Art Horrorszenario auf der einen Seite und ein positives Szenario auf der anderen Seite. Welches der beiden Szenarien in 2012 eintreten oder ob die Entwicklung noch ganz anders verlaufen wird, mag momentan kaum jemand vorhersagen.

Ein Horrorszenario sieht jedenfalls so aus, dass sich die Eurostaaten-Schuldenkrise auch auf die bisher stabilen Länder ausweitet, wie zum Beispiel auf Deutschland, Frankreich oder Luxemburg. Auch ein Austritt Griechenlands aus der EU und sogar der von Spanien und Portugal könnte ein Teil dieses Horrorszenarios sein. Die Folge wären zunächst einmal heftige Kursstürze an den Börsen, die auch den DAX auf ein Niveau von unter 4.000 Punkten treiben könnten. Beim positiven Szenario hingegen stabilisiert sich die Eurozone und auch die Wirtschaft nimmt wieder Fahrt auf. Das beruhigt auch die Börsen und man besinnt sich wieder auf die eigentlich guten Unternehmensdaten, denn viele größere Aktienwerte sind derzeit unterbewertet. Optimisten sehen den DAX Ende 2012 durchaus bei einem Stand von 7.000 Punkten.