Wählen Sie Ihren Vergleich:
Nachrichten
Hamburg - Donnerstag, 24.11.2011 Tagesgeldanlage: Inlands- oder Auslandsbanken wählen?
Damit die Auswahl im Bereich der vielfältigen Tagesgeldangebote etwas leichter fällt, kann man sich als Anleger unter anderem zunächst einmal überlegen, ob man sich für einen inländischen oder einen ausländischen Anbieter entscheiden soll. Es gibt nämlich – gerade in der aktuellen Phase – durchaus einige Unterschiede zwischen den beiden Anbietertypen.
Soll ich bei einer Tagesgeldanlage eine Inlands- oder eine Auslandsbank wählen? Diese Frage stellen sich wahrscheinlich einige Anleger, die grundsätzlich Kapital auf einem Tagesgeldkonto deponieren möchten. Schaut man sich im Vergleich lediglich die Zinssätze an, so spricht in der aktuellen Situation im November 2011 fast Alles für die Auslandsbanken als Tagesgeldanbieter. Denn betrachtet man sich die fünf besten Angebote in der Sparte Tagesgeldkonto (ohne größere Bedingungen wie zusätzliche Eröffnung eines Depots oder eines Girokontos), so finden sich unter diesen fünf besten Anbietern alleine vier Banken, die ihren Unternehmenssitz im Ausland haben. Zu diesen führenden Tagesgeldanbietern zählen zur Zeit nämlich die VTB Bank, die BoS (Bank of Scotland), MoneYou und als neues Mitglied in diesem „Verbund“ Auch die italienische IW Bank. Während die Auslandsbanken momentan also deutlich vorne liegen, was die höchsten Tagesgeldzinsen angeht, spricht die etwas größere Sicherheit meistens für ein Investment bei einer deutschen Bank. Und zwar betrifft das vorrangig alle Tagesgeldeinlagen, die höher als 100.000 Euro sind, denn bis zu dieser Anlagesumme gibt es zwischen den Inlands- und Auslandsbanken noch keine Unterschiede, wenn nur Banken aus dem Eurobereich verglichen werden. Oberhalb dieser gesetzlichen Einlagensicherung von 100.000 Euro ist es hingegen so, dass die deutschen Banken fast die einzige Kreditinstitute überhaupt sind, die zusätzlich noch eine private Einlagensicherung aufgebaut haben. Hier werden dann durchaus auch Anlagesummen im zwei oder dreistelligen Millionenbereich geschützt. Zudem ist bei Auslandsbanken, die außerhalb der Eurozone ansässig sind, das zusätzlich auftretende Währungsrisiko zu beachten.