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Hamburg - Samstag, 12.11.2011

Griechenland und der Euro – oder besser wieder die Drachme?

Auch viele Anleger blicken in diesen Tagen gespannt auf die Entwicklung, was den möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone angeht. Zwar sind nach wie vor die meisten Experten und Politiker der Meinung, dass Griechenland unbedingt den Euro behalten müssen, da ansonsten eine Domino-Effekt folgen könnte, aber ganz verworfen wird dieser mögliche Weg nicht mehr.

Wenn man sich in der aktuellen Zeit die Aussagen der Börsen- und Finanzexperten anhört, dann wäre es den Märkten anscheinend fast „egal“, ob Griechenland den Euro behält oder nicht. Wichtig wäre jedoch, dass endlich eine Entscheidung gefällt wird, in welche Richtung auch immer. Die Börsen bemängeln vor allem die Unsicherheit über die weitere Vorgehensweise und das fast tägliche „Hin- und Her“. Was letztendlich für den Anleger die bessere Variante sein würde, lässt sich nur schwer entscheiden. Falls Griechenland weiterhin in der Eurozone bleibt, wird man wahrscheinlich auf Dauer nicht umhin kommen, die diskutierten Eurobonds einzuführen, um die horrenden Zinsen zu reduzieren, die Griechenland der Zeit auf seine Staatsanleihen zahlen muss. Damit würden die Erträge für die Anlage zwar geringer, die Sicherheit aber wieder höher werden. Die meisten Spekulationsgeschäft im Bezug auf Griechenland zielen derzeit darauf ab, Griechenland aus der Eurozone zu „werfen“. Wer sich also relativ spekulativ am Markt betätigen möchte, der kann durchaus auch auf den Verbleib Griechenlands spekulieren, und dann vielleicht gute Gewinne erzielen. Was die langfristige Kapitalanlage angeht, so raten die meisten Experten dazu, dass Anleger die Ruhe bewahren sollten. Weder ein groß angelegter Einstieg noch ein verfrühter Verkauf von Aktien und Staatsanleihen wird als sinnvoll erachtet. Ob es für Griechenland selbst jedoch die beste Lösung wäre, den Euro zu verlassen und wieder die Drachmen einzuführen, ist unter den Experten umstritten. Es gibt hier sowohl Argumente dafür als auch dagegen.