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Hamburg - Sonntag, 06.11.2011

Deutsche stecken sich zu hohe Sparziele

Viele Deutsche haben bezüglich Sparen und dem Aufbau einer Altersvorsorge durchaus sinnvolle Ziele, erreichen diese aber in der Praxis zu selten. Laut einer Umfrage der Volks- und Raiffeisenbanken sparen die Deutschen nämlich im Durchschnitt zu wenig bzw. sparen weniger als eigentlich geplant.

Aus der durchgeführten Umfrage ergab sich, dass die Sparer hierzulande im Durchschnitt 76 Euro „zu wenig“ zur Seite legen. Bei diesen 76 Euro handelt es sich um die Diskrepanz zwischen dem, was die deutschen Sparer eigentlich sparen möchten und zwischen dem, was dann in der Praxis tatsächlich gespart wird. Denn im Durchschnitt möchten die Deutschen monatlich 256 Euro sparen, schaffen es aber nur auf 180 Euro. Vor allem die nicht ausreichenden finanziellen Möglichkeiten wurden als Grund angegeben, warum die eigenen Sparziele dann doch nicht verwirklicht werden können. Aufgrund der guten Konjunktur gehen die Wirtschaftsexperten jedoch davon aus, dass sich diese „Lücke“ in der Zukunft verringern könnte. Wichtig ist es ohnehin nur, dass der einzelne Bürger für seine eigenen Bedürfnisse den passenden Sparbetrag erreicht, denn Durchschnittswerte helfen diesbezüglich nicht weiter. Die Ergebnisse der durchgeführten Umfrage haben darüber hinaus gezeigt, dass vor allem die jüngeren Sparer und auch die Personen mit einem recht niedrigen Einkommen, die so genannten Geringverdiener, es nicht schaffen die eigenen Sparziele zu erreichen. Von den befragten Bevölkerungsgruppen hatten die jungen Sparer und auch Geringverdiener mit Abstand die größten Probleme, die eigenen Sparziele zu erreichen. Demgegenüber haben die Personen mit einem höheren Einkommen sowie ältere Umfrageteilnehmer im Durchschnitt weniger Probleme, das gesteckte Sparziel zu erreichen. Was bei der Umfrage allerdings nicht zum Tragen gekommen ist, in der Praxis aber ebenfalls ein wichtiger Aspekt ist, ist das „richtige“ Sparen. Denn nach wie vor erreichen nicht wenige Sparer ihr Sparziel nicht, weil sie sich für die „falschen“ Produkte entschieden haben.