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Hamburg - Dienstag, 25.10.2011

Geldanlagen-Analyse in der Schuldenkrise

Die Schuldenkrise in weiten Teilen der Europäischen Union und auch in den USA scheint sich stetig zu verschlimmern. Für Anleger stellt sich nicht erst seit heute die Frage, in welche Anlagen man angesichts dieser Situation überhaupt noch investieren soll und welche speziellen Chancen und Risiken jetzt mit den verschiedenen Anlagen verbunden sind.

Auch in Krisen gelten Tagesgeld, Spareinlagen und Termineinlagen aufgrund der Einlagensicherung als sehr sicher. Gegen diese Anlagen sprechen jedoch die recht niedrigen Renditen. Bei einer noch weitere steigenden Inflation ist sogar davon auszugehen, dass die Inflationsrate höher sein wird als der Zinssatz, den der Anleger für sein Guthaben bekommt. Als inflationsgeschützt gelten zum Beispiel Aktien. Allerdings reagiert der Aktienmarkt bereits jetzt schon auf jede Nachricht, die man dorthin gehend auslegen kann, dass sich die Schuldenkrise weiter verschärfen könnte, extrem gereizt. Sollte sich die Krise tatsächlich verstärken und der Wirtschaftsaufschwung gebremst werden, drohen am Aktienmarkt deutliche Verluste. Von Kursverlusten sind auch Unternehmensanleihen bedroht, sollte das zuvor genannte Szenario eintreten. Wer jedoch Unternehmensanleihen von hoher Bonität besitzt, der sollte Kursverluste durchaus „aussitzen“ und diese Wertpapiere halten. Bei den Staatsanleihen ist zu erwarten, dass hier eine Umschichtung in diejenigen Anleihen erfolgt, deren Emittenten noch eine sehr gute Bonität haben. Davon könnten vor allem Staatsanleihen aus Ländern wie Norwegen, Schweden, Schweiz oder Luxemburg profitieren. Geht man von einem sehr negativen Szenario aus, also einer deutlichen Verschärfung der Schuldenkrise, dann könnte Gold tatsächlich eine der wenigen Anlagen sein, die in der Krise an Wert gewinnen können. Traditionell flüchten die Anleger bei Krisen in Gold. Allerdings ist der Goldpreis in der jüngsten Vergangenheit bereits deutlich gestiegen, sodass dieses Investment aktuell riskant ist, vor allem wenn keine Krisenverschärfung eintritt. Ebenfalls keine größeren Verluste sollte man erleiden, wenn man in Immobilien bzw. Immobilienfonds investiert ist, und die Krise sich verschärft. Ein erneuter Einbruch am Immobilienmarkt, wie im Zuge der Immobilien- und Finanzkrise in 2008/2009, halten die meisten Experten für eher unwahrscheinlich.