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Hamburg - Sonntag, 16.10.2011

Seltene Edelmetalle als Alternative zum Gold?

Das beliebteste Edelmetall ist bei den meisten Anlegern heute eindeutig das Gold. Allerdings wurden die steigen Preissteigerungen in der jüngsten Vergangenheit durch zwischenzeitlich massive Verluste gestört, sodass auch immer mehr Experten zu anderen Edelmetallen raten, die auch als Ergänzung zum Gold und zur Depotbeimischung dienen können.

Bisher haben schon viele Anleger ihr Anlagevermögen umgeschichtet. Die Devise hieß in der jüngsten Vergangenheit immer öfter: Raus aus Aktien und Zinsanlagen, rein in Gold! Gold gilt besonders in der aktuellen Krisenzeit rund um den Euro als die Krisenwährung schlechthin. Doch die angebliche Krisenwährung ist durchaus nicht frei von Anlagerisiken, was derzeit vor allen Dingen die Bildung einer Spekulationsblase betrifft. Daher raten die Experten vermehrt dazu, dass sich die Anleger wieder auf die Basis des sicheren Investments konzentrieren, nämlich ein diversifiziertes Depot zu haben. Um diese Diversifikation zu erreichen, muss man sich nicht einmal komplett von den Edelmetallen als Investment verabschieden, denn neben dem Gold sind vor allem die selteneren Edelmetalle ein aussichtsreiches Investment, auch und gerade auf lange Sicht. Zu diesen weitere Edelmetallen, die als Ergänzung oder auch durchaus als Alternative zum Gold in Frage kommen können, zählen vor allem Silber und die deutlich selteneren Edelmetalle, wie zum Beispiel Palladium, Platin oder das eher unbekannte Rhodium. Die Fördermengen von Platin, Palladium und Rhodium sind relativ gering und erreichen im Durchschnitt nicht einmal zehn Prozent der jährlichen Goldfördermenge. Bei Rhodium wird nicht einmal ein Prozent der jährlichen Goldmenge gefördert. Im Vergleich zum Gold werden die genannten Edelmetalle vorrangig von der Industrie nachgefragt und verwendet, zum Beispiel zum Bau von Katalysatoren oder von Laborgeräten. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Eigenschaften stellen Edelmetalle jedenfalls grundsätzlich eine sehr gute Streuung des Risikos im gesamten Portfolio dar. Vorteilhaft ist bei Platin, Palladium & Co., dass hier (bislang) deutlich weniger als beim Gold spekuliert wird, sodass sich die Preise noch fundamental auf Basis von Angebot und Nachfrage begründen lassen.