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Hamburg - Dienstag, 04.10.2011

Vor der Geldanlage auf eigene Faust informieren

Nach wie vor schneiden viele Banken bei durchgeführten Beratungstests extrem schwach ab. Für den Anleger bedeutet das, dass er sich weniger denn je auf die Empfehlungen des Bankberaters verlassen kann bzw. sich nicht darauf verlassen sollte. Denn generell verstärkt sich der Trend vom Berater zum Verkäufer in der Bank immer mehr.

Dennoch ist der Kunde dem Anlageberater nicht in der Form hilflos „ausgeliefert“, als dass er unbedingt nur auf dessen Aussagen vertrauen müsste. Es ist sicherlich empfehlenswert, wenn man sich heutzutage zunächst erst einmal selbst über mögliche Produkte informiert, falls eine Kapitalanlage getätigt werden soll. Das Internet ist zur Informationsbeschaffung eine ganz hervorragende Plattform geworden. Denn rund um das Thema Geldanlage und Sparen finden sich dort unzählige Texte auf vielen Webseiten, die wichtige Informationen beinhalten und dem Anleger eine große Hilfe sein können. Darüber hinaus gibt es auch einige Grundsätze, was das Verhalten in einem Beratungsgespräch angeht. Wenn man sich an diese Grundsätze hält, ist die Gefahr bereits deutlich geringer, dass man letztendlich eine Geldanlage nutzt, die zwar vom Berater empfohlen wurde, die aber eigentlich gar nicht zu den eigenen Bedürfnissen und Zielen passt. Ein Grundsatz ist zum Beispiel, dass man bei einer sehr sicheren Geldanlage keine hohe Rendite erwarten darf. Es ist schlichtweg und ausnahmslos nicht möglich, dass man für eine sehr sichere Geldanlage derzeit eine jährliche Rendite von mehr als maximal sechs oder sieben Prozent erwirtschaften kann. Und alle Renditen oberhalb von zehn Prozent ziehen in 99 Prozent der Fälle eine relativ risikoreiche Form der Geldanlage nach sich. Was man ebenfalls im Beratungsgespräch keinesfalls versäumen sollte ist, gezielt nach den Kosten zu fragen, die mit dem Investment verbunden sind. Bei der beliebten Anlage in Fonds sind das zum Beispiel fast immer Ausgabeaufschläge oder/und Verwaltungs- und Managementgebühren, die man mit in die Renditekalkulation einrechnen muss.