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Hamburg - Dienstag, 27.09.2011 Bundesanleihen heiß begehrt
In immer mehr europäischen Staaten kriselt es derzeit, was die Haushaltslage angeht. Gerade erst hat die Rating Agentur S&P die Kreditwürdigkeit Italiens herabgestuft. Ein Profiteur dieser Entwicklung sind eindeutig unter anderem die Bundesanleihen, denn Anleger suchen derzeit nahezu verzweifelt nach wirklich sicheren Geldanlagen.
Derzeit kann sich nahezu kein anderes Land in Europa so günstig Geld am Kapitalmarkt beschaffen, wie es Deutschland kann. Während Griechenland durchschnittlich rund 15 Prozent auf seine Anleihen zahlen muss und auch Länder wie Portugal, Spanien oder Italien in die Nähe der 10-Prozent-Marke gekommen sind, kann sich der deutsche Staat durch Emission seiner Bundesanleihen noch zu einem Zinssatz von rund zwei bis drei Prozent Geld besorgen. Den Anlegern scheint dabei derzeit auch relativ egal zu sein, dass diese Rendite für die recht lange Anlagedauer wirklich nicht vom Hocker reißen kann, aber die Sicherheit scheint an oberster Stelle zu stehen. Anders ist die große Nachfrage nach den Bundesanleihen derzeit wohl kaum zu erklären. Denn die Rendite der Bundesanleihen mit einer zehnjährigen Laufzeit ist in den letzten Tagen nochmal gesunken und liegt momentan nur noch bei etwa 1,8 Prozent. Ähnlich gut hat es neben Deutschland auch noch die Schweiz. Der Franken ist derzeit sehr stark und auch das Rating des Landes ist mit Triple A noch bestens. Was den Risikoaufschlag zu den Bundesanleihen betrifft, so liegt dieser sogar bei minus 86 Basispunkten. Mit AA- wird Japan derzeit schon etwas schlechter bewertet, auch wenn das Rating noch keinen Anlass zur Beunruhigung gibt. Als Musterstaat in Europa gilt zum Beispiel auch Norwegen, die derzeit ebenfalls noch das bestmögliche Rating erhalten. Gleiches gilt auch noch für Dänemark, Kanada, Großbritannien, die Niederlande, Finnland, Österreich, Australien und Frankreich. Am unrühmlichen „Ende“ dieser Vergleichs-Rating-Liste steht natürlich Griechenland, das derzeit mit CC (S&P) eingestuft wird und beim Vergleich des Risikoaufschlages zu dem der Bundesanleihen sage und schreibe knapp 1.800 Basispunkte mehr zahlen muss.