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Hamburg - Mittwoch, 14.09.2011

Wird auch der September ein Horror-Monat an den Börsen?

Im vergangenen Monat August hatten die meisten Anleger wahrlich nichts zu Lachen, die in Aktien investiert hatten. Der DAX zeigte sich sehr volatil und Kursverluste von drei Prozent und mehr an einzelnen Tagen waren fast die Regel. Insgesamt verlor der deutsche Leitindex im August rund 20 Prozent. Auch für den kommenden Monat September sind nicht wenige Anleger und Experten eher pessimistisch gestimmt.

Werden auch im September wieder Anspannung, Nervosität und Unsicherheit die Gefühlswelt der Anleger prägen? Es gibt jedenfalls in diesem Monat einige Entscheidungen und Zahlen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung an den Börsen, gerade auch auf die Entwicklung beim DAX, haben könnten. Hinzu kommen natürlich die fast schon zur Gewohnheit gewordenen Probleme, wie die Schuldenkrise im Euroraum und das Abflachen der Konjunktur. Insofern erwartet auch kaum ein Experte in diesem Monat eine nachhaltige Erholung/Beruhigung an den Aktienmärkten. Im Monat August verlor der DAX übrigens etwa 20 Prozent an Wert. Zu den wichtigen Zahlen und Daten, die im September den Verlauf des DAX beeinflussen werden, zählen wieder einmal die US-Konjunkturdaten. Einige Analysten sprechen sogar schon davon, dass der derzeitige Aktienmarkt einer Wette auf die Entwicklung der US-Konjunktur gleicht. Aber auch in Europa gibt es durchaus wichtige Ereignisse, die die Aktienkurse aller Voraussicht nach beeinflussen werden. Dazu gehört zum Beispiel die Sitzung der EZB am 8. September, auf der über eine Veränderung der Leitzinsen beraten wird. Die meisten Experten rechnen hier damit, dass es keine weiteren Zinserhöhungen in der nahen Zukunft geben wird. Das ist eigentlich zwar positiv für die Aktienmärkte, denn je höher die Zinsen desto interessanter werden verzinsliche Geldanlagen. Aber derzeit werten die Märkte eine ausbleibende Zinserhöhung wohl eher als negatives Zeichen im Hinblick auf die abgeflaute Wirtschaft, was dann wiederum negativ wäre. Man sieht an diesem Beispiel sehr gut, dass man es den Aktienmärkten derzeit anscheinend nicht recht machen kann – und genau darin liegt wohl das Problem.