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Hamburg - Sonntag, 28.08.2011 Favoritenwechsel bei den Emerging-Markets Ländern?
Im Bereich des Investments in Emerging-Markets deutet sich eine Art Wechsel an. Immer mehr Anleger halten das Gewinnpotenzial von Ländern wie China, Russland oder Brasilien für ausgereizt, sodass die so genannten Länder aus der „zweiten Reihe“ immer öfter in den Vordergrund treten.
Beachten muss man jedoch, dass Investments in diese Länder wie Chile, Indonesien oder auch die Mongolei noch deutlich spekulativer als Investments in die „alt eingesessenen“ BRIC-Staaten sind. Beeindrucken konnte zum Beispiel der führende Aktienindex in der Mongolei, der seit 2010 um mehr als 140 Prozent angestiegen ist. Aufgrund großer Rohstoffvorkommen trauen Experten der Mongolei und der dortigen Börse auch weiterhin ein hohes Wachstumspotenzial zu. Auch in Sri Lanka sind die Aussichten sehr gut, was vorrangig auf die stabilere politische Lage und das Ende des Bürgerkrieges zurückzuführen ist. Seit 2010 stieg der dortige Leitindex um knapp 100 Prozent an. Auch Bangladesch haben viele Experten auf ihrem Zettel, wenn es um zukünftige „Gewinner“ im Bereich der Schwellenländer geht. Zwar ist das Land sehr arm, aber durch die sehr große Bevölkerung wird ein recht großes Wachstumspotenzial gesehen. Der Leitindex DSE General steig seit 2010 um etwas mehr als 80 Prozent. Indonesien trauen nicht wenige Finanz- und Wirtschaftsexperten in den nächsten Jahren den „Sprung“ in die BRIC-Staaten zu. Zwar performte der Leitindex seit 2010 „nur“ mit rund 46 Prozent, aber das Wirtschaftswachstum ist mit rund sieben Prozent mehr als gut, was sich voraussichtlich noch stärker auf positive Art und Weise auf die Börsen auswirken könnte.