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Hamburg - Mittwoch, 27.07.2011

Die Staaten im Vergleich

Für eine Reihe von Anlegern spielt bei ihrem Investment auch die Kreditwürdigkeit der Staaten eine Rolle, wenn zum Beispiel in Staatsanleihen investiert wird. Auch wenn aktuell fast nur von der griechischen Überschuldung und der stets drohenden Staatspleite gesprochen wird, gibt es auch noch anderen Staaten, deren Haushaltsfinanzen nicht unbedingt als rosig zu bezeichnen sind.

Die Finanzlage eines Staates lässt sich unter anderem zum Beispiel an der Bruttoverschuldung auf Basis des BIP (Bruttoinlandsprodukt) messen. Je höher diese Bruttoverschuldung in Prozent ist, desto schlechter sieht es meistens mit der Kreditwürdigkeit und generell der Finanzkraft des jeweiligen Staates aus. In Deutschland beträgt diese Bruttoverschuldung derzeit rund 83 Prozent. Zum Teil deutlich schlechter sieht es in diversen anderen Staaten aus, was sich übrigens im Normalfall auch auf die Einstufung durch Rating Agenturen wie Standard & Poors oder Moody's negativ auswirkt. Nimmt man Griechenland als der derzeit relativ krassen Gegensatz zu Deutschland, so liegt die Bruttoverschuldung hier etwa bei 143 Prozent. Ebenfalls ist die Lage in Irland mitunter bedrohlich. Die Bruttoverschuldung liegt hier nur knapp unter 100 Prozent, nämlich bei 96,2 Prozent des BIP's, wobei besonders das Defizit des Staates, wiederum auf Basis des BIP's, mit rund 32 Prozent erschreckend hoch ist. Eine Bruttoverschuldung von mehr als 100 Prozent „erreicht“ neben Griechenland auch Italien, denn hier beträgt die Bruttoverschuldung 119 Prozent. Es gibt auf der anderen Seite aber auch einige Staaten, die mit sehr guten Zahlen aufwarten können. Das ist zum Beispiel mit Estland ein recht neues Euro-Mitglied. Hier beträgt die Bruttoverschuldung „nur“ 6,6 Prozent. Ebenfalls recht gut schneiden unter anderem auch Luxemburg mit 18,4 oder Slowenien mit 38 Prozent ab.