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Hamburg - Mittwoch, 27.07.2011 Bankkunden verschenken Milliarden
Nicht wenige Bankkunden haben für ihr vorhandenes Guthaben bei weitem nicht die optimale Geldanlage gefunden. Zum Teil befinden sich sogar größere Guthaben unverzinst auf einem Girokonto, sodass die Bankkunden hierzulande in der Summe jährlich mehrere Milliarden Euro „verschenken“.
Die Bankkunden „verschenken“ diese hohe Summe aber nicht nur in der Form, dass nicht die optimale Geldanlage für vorhandenes Guthaben genutzt wird, sondern auch im Kreditbereich werden diesbezüglich Fehler gemacht. So wird beispielsweise oftmals ein eigentlich viel zu teurer Dispositionskredit genutzt, statt einen Ratenkredit oder einen Rahmenkredit zu beanspruchen. Diese aktuellen Erhebungen stammen aus einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“, die sich dabei auf Zahlen der FMH-Finanzberatung sowie auf Zahlen und Daten der Deutschen Bundesbank beruft. Für die betroffenen Bankkunden gibt es zwei Möglichkeiten, wie sie zukünftig besser wirtschaften können. Zunächst einmal ist es den Anlegern anzuraten, auf dem Girokonto vorhandenes Guthaben auf ein Tagesgeldkonto zu übertragen. Der Unterschied beträgt hier beim Zinssatz mitunter mehr als zwei Prozent, da man auf einem Girokonto häufig gar keine Habenzinsen erhält, während man beim Tagesgeld mittlerweile durchaus Zinsen von 2,30 Prozent erhalten kann. Schaut man sich die Durchschnittszinsen an, so liegen diese beim Girokonto nur bei 0,15 Prozent, während der durchschnittliche Zinssatz beim Tagesgeld bei knapp 1,50 Prozent liegt, also um das Zehnfache höher. Aber wie bereits kurz angesprochen, können auch Kreditkunden Einsparpotenziale nutzen und insofern den Banken weniger Geld „schenken“, indem ein teurer Dispositionskredit in einen Ratenkredit oder alternativ in einen Rahmenkredit umgeschichtet wird. Das Wissen sollte eigentlich bei den meisten Bankkunden bereits vorhanden sein, es muss dann eben nur noch angewendet werden.