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Hamburg - Montag, 04.07.2011

Bausparverträge dank hoher Zinsen eine attraktive Geldanlage

Manchmal hat der Bausparvertrag ein etwas biederes Image. Aber er ist viel attraktiver, als mancher Anleger denkt. Das Image täuscht gewaltig, denn die Bausparkassen haben ihre Angebote stark modernisiert und den Bausparvertrag auch für die Anleger interessant gemacht, die am Ende gar nicht bauen oder kaufen möchten.

Wie funktioniert ein Bausparvertrag grundsätzlich?

Ein Sparer legt bei einer Bausparkasse Geld zu vergleichsweise geringen Zinsen an. Entweder wird es über Jahre in kleinen Beträgen angespart, oder es wird als Gesamtsumme eingezahlt. Dieses Geld wird einem anderen Bausparer, der schon länger dabei ist, als günstiges Darlehen gewährt. Er zahlt es auch mit relativ hohen Tilgungsraten zurück. Nach einer gewissen Wartezeit, bekommt auch unser Bausparer einen zinsgünstigen Kredit. So viel zum Prinzip. Aber die neuen Varianten bieten nun auch hohe Verzinsung in der Ansparphase. Sogar eine gewisse Flexibilität durch die Möglichkeit Beträge wieder abheben zu können, ist in manchen Modellen eingebaut.

Wie steigert man die angebotene Rendite des Bausparvertrages?

Bevor der Anleger auf die Zinsen achtet, sollte er immer bedenken, dass man vermögenswirksame Leistungen auf einem Bausparvertrag anlegen kann. Dafür zahlt der Staat auf Antrag eine zusätzliche Prämie. Das muss bei der Renditekalkulation immer berücksichtigt werden. Einige Anbieter gewähren nach verschiedenen Bonussystemen Zinsaufschläge. So sind schon ohne Berücksichtigung, dass man vermögenswirksame Leistungen auf einem Bausparvertrag anlegen kann, recht ansehnliche Zinsen zu erhalten. Aktuelle Angebote erreichen dabei die Marke von 4% pro Jahr. Über die Bonussysteme informiert man sich komfortabel im Internet in den Vergleichsportalen für Bausparer oder auf deren Homepages.

Was muss man beachten? Gibt es Fallstricke?

Natürlich muss man bei jeder Geldanlage genau prüfen, ob man damit etwas anfangen kann. Die Gelder sind bei staatlicher Förderung zweckgebunden. Verwendet man sie anderweitig, kann es zu Rückforderung der Förderbeträge kommen. Kalkuliert man eine jahrelange Wartefrist ein, darf man die Fördermittel ohne Zweckbindung für ein Darlehen behalten. Ähnliche Verhältnisse treffen auf den Darlehensverzicht zu. Sind keine staatlichen Förderungen im Spiel, weil man keine vermögenswirksame Leistungen auf einem Bau...legen wollte, kann bei Darlehensverzicht bei vielen Bausparkassen ein hoher Bonuszins eingestrichen werden. Die Rendite liegt dann immer noch höher, als sie bei vielen Festgeldanlagen erzielbar wäre. Der Anleger muss unbedingt beachten, dass bei einem Bausparvertrag eine mittelfristige Verbindung eingegangen wird. Wer mit seinem Geld die Flexibilität von Tagesgeld anstrebt, für den eignet sich der Bausparvertrag kaum. Die Bedingungen für den Erhalt des Bonuszinses sollten genau geprüft werden. Sie sollten unbedingt erfüllbar sein.