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Hamburg - Samstag, 02.07.2011

Ausverkauf in Japan - Chance für Anleger?

Nach dem Erdbeben in Japan und der nach wie vor nicht unter Kontrolle gebrachten atomaren Gefahr mussten auch die Aktienkurse an der Börse in Tokio auf breiter Front deutlich nachgeben. Der Nikkei Index fiel von fast 11.000 Punkten zeitweise auf 8.600 Punkte.

Was für die Menschen in Japan eine schlimme Katastrophe ist (Erdbeben und Atom-Gau), und zu diesen Kurseinbrüchen führte, kann für Anleger eine Chance darstellen. Denn in den letzten Wochen hat in Japan ein regelrechter Ausverkauf von Aktien stattgefunden, obwohl das aus fundamentaler Sicht absolut nicht gerechtfertigt ist. Teilweise haben die größeren japanischen Aktienwerte nur noch ein KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von 14, was ein nahezu historisch niedriger Wert ist. Es spricht also derzeit Einiges dafür, dass sich die Aktienkurse in der nächsten Zeit auch wieder deutlich erholen könnten. Allerdings sollte man als Anleger hier selektieren und sich die Aktien genau anschauen, die man eventuell kaufen möchte. So stehen vor allem Standardwerte wie Sony oder Toyota sicherlich auf der Liste der Aktien, die derzeit unterbewertet sind, aber dennoch aus fundamentaler Sicht völlig „In Ordnung“ sind. Wer sich nicht zutraut zu entscheiden, in welche Aktien investiert werden soll, für den bietet sich auch ein Aktienfonds an, der vom Schwerpunkt her in Japan investiert. Hier übernimmt dann der professionelle Fondsmanager die Auswahl der Aktien, die für besonders aussichtsreich gehalten werden. Dennoch muss man natürlich wissen, dass ein derzeitiges Investment in Japan sicherlich risikoreicher als gewöhnlich ist, denn verschlechtert sich die Lage rund um das bedrohte Atomkraftwerk zum Beispiel wieder, könnte es durchaus zu weiteren Kursstürzen kommen.