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Hamburg - Freitag, 27.05.2011

Sorge um Griechenland schürt die Angst der Anleger

Fast jeder hat sie, die kleinen oder großen Ersparnisse, mit denen für die Zukunft und für Sonderausgaben vorgesorgt werden sollen. Doch wie sicher sind Geldanlagen in diesen Tagen? Die Sorge um Griechenland schürt die Angst der Anleger und so mancher holt sein Geld lieber von der Bank, anstatt es ganz zu verlieren.

Die Angst um Griechenland ist zugleich auch die Angst um den Euro. Deutschland trägt die Angst immer noch mit sich nach zwei Währungsreformen – und das Gefühl der Verunsicherung und Sorge wird man kaum mit großen Worten beiseiteschieben können. Doch wo sind sie nun zu finden, die sicheren Geldanlagen, die auch nach einer nochmaligen Währungsreform Bestand haben können? Viele Experten sind der Ansicht, dass grundsätzlich ein Teil der Ersparnisse als Sachwerte angelegt werden sollen. Darunter zählen das eigene Heim und die vermietete Immobilie wie auch Edelmetalle und auch Aktien von Unternehmen, die eher krisensicher sind. Anleihen wie vom Bund sind derzeit einer eher unsichere Art, sein Geld anzulegen – die Zinsen zu niedrig, das Risiko aber zu hoch. Gleiches gilt für Zinsanlagen. Zwar zeigt ein aktueller Tagesgeld-Vergleich, dass die Zinssätze derzeit wieder steigen, dennoch würde bei einer steigenden Inflation schnell eine negative Realrendite zu Buche stehen. Da aktuell die Zinsen für Baufinanzierungen immer noch niedrig sind, ist eine eigene Immobilie eine gute Option. Beim Bau sollte jedoch darauf geachtet werden, wo das Haus stehen soll, und ob das Grundstück und die Umgebung einen Wertzuwachs ermöglichen, oder ob auf lange Sicht eher mit einem Wertverfall zu rechnen ist. Das Gleiche gilt beim Kauf eines Hauses. Eine „schlechte“ Gegend mit kaum vorhandenen Möglichkeiten wie einer mangelnden Infrastruktur kann bei einem Haus im Laufe der Zeit zu einem großen Wertverlust führen. Da bringt es dann auch nichts, wenn es billig gekauft werden kann. Eine gute Investition ist eine Geldanlage nur dann, wenn sie über kurz oder lang eine Rendite erbringt, die höher ist als die Inflationsrate – und nicht einen Wertverlust mit sich bringt. In Zertifikate und unsichere Wertpapiere zu investieren macht hingegen derzeit kaum Sinn. Die Welt könnte dank Schuldenstaaten wie Griechenland und den USA bald vor einer erneuten, und möglicherweise noch viel größeren Finanzkrise stehen. Deshalb ist eine konservative Anlage mit dem Setzen auf Sachwerte dem risikoreichen Anlegen in Papiere möglicherweise eher vorzuziehen, wenn man in ein paar Jahren immer noch etwas von seinen Ersparnissen haben möchte.