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Hamburg - Mittwoch, 18.05.2011

Bricht der Euro ein?

Aktuell geht es mal wieder um die Krise in Griechenland und es wird sogar die Frage ernsthafter als zuvor diskutiert, ob Griechenland nicht aus dem Euro „austreten“ sollte. Aber auch weitere Länder scheinen nach wie vor in Gefahr zu sein.

Für Anleger ist es im Moment fast überhaupt nicht zu beurteilen, wie sich der Kurs des Euros zukünftig entwickeln könnte. Einiges spricht jedoch derzeit für einen fallenden Euro, manche Analysten sehen sogar einen Einbruch in näherer Zukunft. Ohnehin sind nicht wenige Experten der Auffassung, dass der Euro sich nur so gut gegenüber dem Dollar gehalten hat, weil der Dollar selbst schon seit Monaten recht schwach ist. Aktuell (Mitte Mai 2011) notiert der Euro bei einem Kurs von rund 1,42 Dollar. Jedoch kann es jederzeit zu einem Kurseinbruch kommen, denn ständig schwebt das Damoklesschwert über der europäischen Währung, dass neben Griechenland noch in weiteren Staaten eine Krise ausbrechen könnte. Häufig genannt werden hier Irland, Spanien und Portugal. Und seit einigen Tagen werfen Analysten zunehmend auch ein Auge auf Italien, da sich auch dort die Kundeneinlagen bei den Banken reduzieren, was kein gutes Zeichen ist. Für spekulativ eingestellte Anleger deutet also derzeit Einiges darauf hin, dass in nächster Zeit mit einem Rückgang des Euro-Kurses Geld zu verdienen ist. Hinzu kommt noch, dass man mitunter den Eindruck gewinnen kann, dass der Markt nach wie vor einen Druck auf den Euro-Kurs ausübt, der vor allem durch Spekulationen verursacht wird. Etwas undifferenziert ausgedrückt könnte man durchaus sagen, dass der Markt den Euro in die Knie zwingen möchte, auch wenn auch das natürlich zunächst einmal nur Spekulationen sind.