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Hamburg - Dienstag, 05.04.2011 Wie geht es in Japan weiter?
Sicherlich werden viele Anleger, die auf die eine oder andere Art derzeit in Japan investiert sind, mit großer Sorge an die dortige Börse in Tokio schauen, auch wenn angesichts der atomare Katastrophe sicherlich andere Dinge im Vordergrund stehen sollten.
Dennoch ist die Sorge der Anleger natürlich verständlich. Seit dem GAU in Fukushima hat die Börse in Tokio vorübergehend mehr als zwanzig Prozent ihres Wertes verloren. Da die Lage in Japan nach wie vor sehr bedrohlich ist und es im Prinzip fast täglich neue Schreckensmeldungen gibt (verstrahltes Wasser, eventuelle atomare Wolke über Tokio), ist es derzeit nahezu unmöglich einzuschätzen, wie sich die Aktienkurse im Land er aufgehenden Sonne in naher Zukunft entwickeln werden. Normale Maßstäbe im Zuge einer Fundamental- oder Chartanalyse lassen sich derzeit jedenfalls nicht mehr anlegen. Wie also sollen Anleger sich verhalten, die derzeit in Japan investiert sind oder mitunter auch überlegen, ein Investment zu beginnen? Sicherlich gleicht die Situation an der Börse in Tokio derzeit einer „Hopp- oder Top-Situation“. Sollte der atomare Super-GAU doch noch verhindert werden können, werden vermutlich größere Kursanstiege der Fall sein. Treten jedoch die schlimmeren Befürchtungen ein und wird vielleicht sogar Tokio direkt von der Katastrophe betroffen sein, droht einer weiterer Crash, wie es ihn bereits kurz nach dem Erdbeben gegeben hat. Es ist daher schwer zu beurteilen, ob ein derzeitiges Investment beendet werden sollte, oder ob man auf eine positive Entwicklung hoffen kann. Derzeit neu in japanische Aktien zu investieren, ist auf jeden Fall ein hoch spekulatives Investment.