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Hamburg - Mittwoch, 16.03.2011

Schwellenländer-Anleihen als solides Investment?

Wenn von einem Investment in Schwellenländer gesprochen wird, dann ist damit meistens ein Investment in Aktien gemeint. Aber auch die Schwellenländer-Anleihen haben im Vergleich zu früheren Jahren heute deutlich an Attraktivität gewonnen, und werden von nicht wenigen Analysten und Finanzexperten bereits als ein solides Investment mit guten Renditen betrachtet.

Noch vor einigen Jahren galten Anleihen aus dem Bereich Emerging Markets als relativ spekulatives Investment und wurden zum Teil sogar in die Schublade der Junk Bonds einsortiert. So versprachen zum Beispiel Staatsanleihen aus Brasilien oder Indien zwar sehr gute Renditen, waren aber auch mit einem recht hohen Risiko verbunden. Inzwischen hat sich dieses Bild deutlich gewandelt. Zwar sind die Renditen der Schwellenländer-Anleihen nach wie vor mitunter sehr gut und liegen über dem Durchschnitt, aber das Risiko wird in der Regel als (deutlich) niedriger als bisher bewertet. Die meisten Schwellenländer betreiben heutzutage eine sehr stabile Finanz- und Wirtschaftspolitik, die sich in Form eines sehr gutes Wirtschaftswachstums, geringer oder gar keiner Verschuldung und Devisenreserven äußert. Immer häufiger werden diese Anleihen aus den Schwellenländern sogar als weniger risikoreich als manche europäische Staatsanleihe (Griechenland, Portugal etc.) bezeichnet. Zudem sind diese Anleihen aus dem Bereich des Emerging-Market derzeit noch ein Stück attraktiver als ohnehin schon, weil die Zinsen in den meisten Wirtschaftsnationen, also in Europa, Japan oder den USA, derzeit auf einem extrem niedrigen Niveau sind. Insofern stellt die Anlage in Schwellenländer-Anleihen derzeit sicherlich ein sehr interessantes Investment dar, was übrigens auch in Form von Rentenfonds mit Schwerpunkt Schwellenländer vorgenommen werden kann.