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Hamburg - Sonntag, 27.02.2011 Anleger sollten mehr diversifizieren
Dem letzten Monatsbericht der Bundesbank zufolge machen viele Anleger in Deutschland nach wie vor den „Fehler“, dass sie ihr Vermögen sehr häufig nur in ein Finanzprodukt investieren. Dabei ist es deutlich vorteilhafter, dass Anlagekapital auf unterschiedliche Anlageformen zu verstreuen, was auch als diversifizieren bezeichnet wird.
Es hat sowohl bezüglich des geringeren Risikos als auch bezogen auf die Gesamtrendite fast immer Vorteile, wenn Anleger ihr Kapital auf unterschiedliche Finanzprodukte aufgeteilt haben. Die Diversifikation empfiehlt sich insbesondere für Anleger, die eine gute Mischung aus Rendite und Sicherheit haben möchten. Dass eine solche Streuung in der Praxis häufig auch bezüglich der Rendite Vorteile mit sich bringt, zeigt unter anderem auch der Rendite-Vergleich zwischen passiv und aktiv gemanagten Fonds. Die vielleicht zunächst erstaunlich klingende Erkenntnis ist hier nämlich, dass die passiv gemanagten Fonds, auch als ETFs oder Indexfonds bekannt, im Durchschnitt eine bessere Performance bzw. Rendite als die aktiv gemanagten Fonds aufweisen können. Dabei sollte man doch eigentlich meinen, gerade die von den professionellen Fondsmanagern geführten Fonds sollten besser abschneiden, denn schließlich zahlt man als Fondsinhaber oftmals eine nicht unerhebliche jährliche Managementgebühr. Dennoch schneiden die Indexfonds meistens besser ab, was eben auch an der recht großen Streuung liegt, da stets ein bestimmter Index abgebildet wird. Ferner sollten sich Anleger auch überlegen, ob die Fremdverwaltung des Vermögens sinnvoller ist, oder ob man sich lieber selbst um sein Kapital kümmern kann und kümmern möchte, was allerdings in jedem Einzelfall überprüft werden muss.