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Hamburg - Sonntag, 20.02.2011

Secondaries als Anlagemöglichkeit

Ein sehr spezieller Anlagebereich ist die Anlage in so genannte Secondaries. Als solche Secondaries werden Anteile von geschlossenen Fonds bezeichnet, die nach Emission durch den Erstbesitzer zum Verkauf angeboten werden.

Generell gilt die Anlage in geschlossene Fonds zwar einerseits als recht riskant, jedoch sind die erzielbaren Renditen auf der anderen Seite durchaus viel versprechend, falls die prognostizierten Erträge in der Praxis dann auch wirklich ausgeschüttet werden können. Als einen großen Nachteil sehen nicht wenige vom Grundsatz her interessierte Anleger bei den geschlossenen Fonds, dass das investierte Kapital meistens für mindestens vier Jahre gebunden ist. Genau an dieser Stelle kommt der so genannte Zweitmarkt ins Spiel, nämlich in Form der Secondaries. Diese haben sowohl für den Verkäufer als auch für den Käufer Vorteile, weshalb dieser Markt in den letzten Monaten auch immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Der Vorteil des Verkäufers der Secondaries besteht vor allem darin, dass er durch den Verkauf wieder Liquidität erhält. Denn wie bereits kurz erwähnt, können die Anteile an geschlossenen Fonds ab der Emission meistens erst nach vier Jahren das erste Mal an die Fondsgesellschaft zurück gegeben werden. Somit ist der Verkauf an einen anderen Anleger im Grunde die einzige Möglichkeit, wie man vorher sein Geld zurück erhalten kann. Der Vorteil des Käufers hingegen besteht darin, dass die Fondsanteile praktisch immer mit einem Abschlag vom aktuellen Wert verkauft werden. Dieser Preisabschlag kann zwischen zehn und bis zu 25 Prozent betragen. Der Käufer erhält die Secondaries demnach mitunter mit einem „Preisnachlass“ von bis zu 25 Prozent.