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Hamburg - Sonntag, 20.02.2011 Börsengang Derby Cycle
Schon seit einiger Zeit gibt es im Aktienbereich wieder deutlich mehr Neuemissionen, nachdem in den Jahren 2005 bis 2009 hier eine regelrechte Flaute herrschte. Aktuell ging der Fahrradhersteller Derby Cycle Anfang Februar 2011 an die Börse.
Der Fahrradhersteller aus Niedersachsen ist nach allem Anschein sogar das erste größere deutsche Unternehmen in 2011, welches seine Aktien an die Börse gebracht hat. Und zwar ist die Notierung im Prime Standard der Frankfurter Börse vorhanden. Bekannt ist der Hersteller Derby Cycle in erster Linie durch seine Marken Focus, Univega und Raleight. Nach dem Börsengang ist Derby Cycle dann der zweite Wert dieser Art in diesem Segment, und steht somit auch in direkter Konkurrenz zur Mifa Mitteldeutsche Fahrradwerke AG, deren Aktien bereits seit mehr als fünf Jahren an der Börse in Frankfurt gelistet werden. Was den Aktienkurs des Konkurrenten betrifft, sollte sich Derby Cycle allerdings besser nicht an diesem Konkurrenten orientieren. Denn bei Emission wurden die Aktien der Mifa noch zu 9,30 Euro gehandelt, während der Kurs heute im Bereich von nur noch 2,70 Euro liegt. Das Hauptziel des erfolgten Börsenganges sieht Derby Cycle vor allem darin, das geplante Wachstum im Ausland durch das durch den Börsengang erhaltenen Kapital finanzieren zu können. Ebenfalls soll mehr Kapital in die Herstellung von Elektrofahrrädern hierzulande fließen. Derzeit werden die Fahrräder bereits in mehr als 40 Ländern verkauft, wofür die rund 550 Mitarbeiter des Unternehmens sorgen. Bei einem Umsatz von rund 170 Millionen Euro verkaufte Derby Cycle im vergangenen Geschäftsjahr (per 30. September 2010) etwa 430.000 Fahrräder und erzielte dadurch einen Gewinn (vor Steuern und Zinsen) von rund zwölf Millionen Euro.