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Hamburg - Mittwoch, 24.11.2010

Girokonto für Studenten: Nebenkosten besonders genau kontrollieren

Zweimal pro Jahr beginnen junge Menschen in Deutschland ein Studium an der Fachhochschule oder einer Universität. Und wenn es eine Sache gibt, die bei Studierenden – wie auch Schülern – mehr als rar ist, dann ist das vermutlich das liebe Geld. Selbst bei den Auszubildenden, die von den Eltern unterstützt werden oder in den Genuss nach dem Ausbildungsförderungsgesetz kommen, steht um das monatliche Budget alles andere als gut. Deshalb ist es für Studierende meist besonders wichtig, die laufenden Kosten so gering zu halten. Dazu gehört es auch, die Ausgaben für das Girokonto möglichst gering zu halten. Optimal ist ein Konto für diese Gruppe der Bankkunden natürlich dann, wenn überhaupt keine Gebühren für den Einsatz des Kontos erhoben werden von der Bank.

Die richtige Vorgehensweise bei der Produktsuche ist fast immer, nicht nur die regionalen Angebote der örtlichen Institute miteinander zu vergleichen, sondern stattdessen einen Online-Vergleich vorzunehmen. Ein Internetanschluss ist bei den angehenden Akademikern ohnehin mittlerweile Standard, so dass der Girokonto-Vergleich zügig und zuverlässig erledigt werden kann. An den typischen Kriterien, die von den jungen Kunden zugrunde gelegt werden müssen, ändert die virtuelle Suche nichts. Was für alle anderen Verbraucher gilt, sollte von den chronisch unter Geldmangel leidenden Studierenden erst recht beherzigt werden. In erster Linie sollten nicht einzig und allein fehlende Grundgebühren für das Girokonto als ausschlaggebendes Argument angeführt werden. Zwar ist es von Vorteil, wenn keine monatlichen Kosten für die Kontoführung erhoben werden.

Guter Zugang zu Bargeld zwingend erforderlich

Nur die sprichwörtlich halbe Miete ist das Fehlen einer Grundgebühr aber etwa dann, wenn der Anbieter eine kleine Direktbank ist, die ihren Kunden keinen umfangreichen Service im Bereich der Nutzung von Geldautomaten bieten kann. Bei der Zahl der Automaten, an denen Kunden Bargeld beziehen können, gibt es nach wie vor deutliche Unterschiede. Gerade jungen Kunden heben meist eher häufiger kleinere Summen ab. Fehlt es der Hausbank an großen Partnern mit einem dichten Automatennetz, liegen die Gesamtkosten für die Abhebungen an Fremdautomaten – das haben die Debatten in den vergangenen Monaten in bedenklicher Weise gezeigt – schnell weit über dem, was andere Banken pro Jahr insgesamt als Grundgebühr in Rechnung stellen. Zudem muss sichergestellt sein, dass das neue Girokonto nicht erst ab Erreichen eines bestimmten monatlichen Mindestgeldeingangs kostenlos genutzt werden kann. Umso müssen Interessenten auf diesen Punkt achten, wenn zum Girokonto eine vermeintlich gebührenfreie Kreditkarte offeriert wird. An dieser Stelle lauern ebenfalls vielerorts jährliche Mindestumsätze. Werden diese Vorgaben nicht erreicht, können letztlich hohe Zusatzkosten entstehen. Selbst die normale Ec-Karte kann mit Gebühren verbunden sein, wenn die monatlichen Geldeingänge nicht erreicht werden. Last but not least bleibt der Hinweis auf den viel diskutierten Dispositionskredit. Auch wenn die Mittel knapp sind, sollte dieser Kreditrahmen am besten gar nicht oder höchstens sehr kurzfristig ausgeschöpft werden. Weiterhin nutzen Banken dieses Extra zum kostenlosen Girokonto gerne, um Kunden doch noch mit hohen zweistelligen Zinssätzen pro Jahr belangen. Nur der Blick auf alle möglichen Kostenfaktoren kann garantieren, dass das neue Girokonto nicht dank versteckter Gebühren zur Kostenfalle wird.