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Hamburg - Dienstag, 16.11.2010

Versicherungs-Check: Die private Unfallversicherung

Die private Unfallversicherung (PUV) kann sowohl eine Ergänzung zur gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) sein, als auch eine alleine Absicherung in dieser Rubrik, wenn kein Schutz über die GUV bestehen sollte.

Die private Unfallversicherung ist zwar nicht zwingend notwendig, wie zum Beispiel Haftpflicht- oder Hausratversicherung, zählt aber dennoch zu den sehr wichtigen Versicherungen, die auf breiter Front von den meisten Experten empfohlen werden. Die meisten Verbraucher, die sich gegen den Abschluss einer PUV entscheiden, tun das aus dem Grund, weil sie bereits über die GUV abgesichert sind und den Abschluss der PUV somit als „doppelte“ Absicherung ansehen. Tatsächlich ist diese Annahme allerdings nur zum Teil richtig. Doppelt abgesichert ist man durch die GUV und PUV nämlich nur für den Fall, dass sich der Unfall am Arbeitsplatz bzw. auf dem Weg zur Arbeit oder auch auf dem Heimweg ereignet. Denn nur in diesem Fall tritt die GUV ein. Die PUV hingegen ist auch im gesamten privaten Bereich gültig, also zum Beispiel auch dann, wenn man beim Skifahren in den USA einen dauerhaften Gesundheitsschaden erleidet. Und selbst wenn sich der Unfall am Arbeitsplatz ereignet und die gesetzliche Unfallversicherung eine Leistung erbringen müsste, so reicht dies Leistung im Grunde nie aus, um damit den Wegfall des Einkommens kompensieren zu können. Daher wäre auch in solch einem Fall die zusätzliche Absicherung durch die PUV sinnvoll. Ganz besonders zu empfehlen ist die private Unfallversicherung für Selbständige, da hier nicht einmal der Schutz der GUV vorhanden ist. Auch wenn Kinder im Haushalt vorhanden sind, sollte man sich aufgrund des erhöhten Unfallrisikos für den Abschluss eine privaten UV entscheiden.