Wählen Sie Ihren Vergleich:

Nachrichten

Hamburg - Donnerstag, 11.11.2010

Die Tagesgeldanbieter im Vergleich

Beim Tagesgeld hat der Anleger heutzutage regelrecht die Qual der Wahl, denn am Markt gibt es mittlerweile mindestens 70 Banken, die ein Tagesgeldkonto als Anlageprodukt anbieten. Dabei sind die vielen Sparkassen und Volksbanken, die als eigenständige Institute jeweils auch verschiedene Konditionen anbieten, noch nicht einmal mitgezählt.

Damit man als Anleger überhaupt einen Überblick über die vielen Anbieter im Tagesgeldbereich hat, lassen sich diese Anbieter zunächst einmal in verschiedene Gruppen einteilen, wobei jede Gruppe mindestens eine Besonderheit aufweist, die der Anleger bei Nutzung bzw. vor der Nutzung des Tagesgeldes beachten sollte. Die erste Gruppe stellen die inländischen Banken mit einem Filialnetz dar, also in erster Linie die Großbanken, die Sparkassen und Volksbanken, sowie einige Privatbanken, die allesamt als Universalkreditinstitute am Markt auftreten. In die zweite Gruppe von Tagesgeldanbietern fallen die inländischen Direktbanken, die ihre Produkte also nur über das Internet anbieten. Eine weitere Gruppe stellen die Spezialbanken dar, welche ebenfalls ein Tagesgeldkonto anbieten. Darunter fallen zum Beispiel die Autobanken oder mitunter auch Unternehmen außerhalb des Bankenbereichs, die mit einer Bank kooperieren. Da es Tagesgeldanbieter natürlich auch im Ausland gibt, stellen diese ausländischen Anbieter eine weitere Gruppe dar. Wenn der Anleger nun darüber informiert ist, dass es diese verschiedenen Gruppen gibt, dann hilft diese Information natürlich nur dann weiter, wenn man die Besonderheiten der einzelnen Gruppen im Bezug auf die Tagesgeldangebot kennt. Bei den Filialbanken ist es im Bereich Tagesgeld häufiger so, dass das Konto nur in der Geschäftsstelle eröffnet worden kann, auch wenn immer mehr Filialbanken auch die Möglichkeit anbieten, das Konto online zu führen. Generell hat die Geschäftsstellen-Präsenz zur Folge, dass die Zinssätze nicht selten bei den Filialbanken aufgrund höherer Kosten etwas niedriger als bei den Direktbanken sind. Das ist gleichzeitig natürlich auch eine Besonderheit bei den Direktbanken, nämlich die oftmals sehr guten Konditionen. Bei den ausländischen Anbieter ist es wichtig sich über die Einlagensicherung zu informieren. Hier besteht nämlich im Vergleich zu deutschen Anbietern die Besonderheit, dass manche ausländische Banken entweder gar keine Einlagensicherung besitzen oder dass die Höhe der Einlagensicherung vergleichsweise gering ist. Zudem muss natürlich auch das Währungsrisiko bei der Anlage auf dem Tagesgeldkonto beachtet werden, falls die Anlagewährung nicht der Euro ist.