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Hamburg - Freitag, 05.11.2010 Tagesgeld in verschiedenen Varianten
Seit einigen Jahren ist das Tagesgeld inzwischen ein sehr häufig genutztes Anlageprodukt und hat sich vom „Nischenprodukt“ zu einem „Massenprodukt“ entwickelt. Vor allem die Sicherheit und die jederzeitige Verfügbarkeit stellt für die meisten Anleger einen großen Pluspunkt dar.
Da auch die Banken die große Beliebtheit des Tagesgeldes erkannt haben, bieten heute nahezu ausnahmslos alle Kreditinstitute, und sogar auch Anbieter außerhalb des Bankensektors, ein Tagesgeld als Geldanlage an. Die zunehmende Anzahl an Angeboten führt natürlich dazu, dass ein großer Wettbewerb unter den Anbietern gerade im Bereich Tagesgeld entstanden ist. Dieses wiederum führt dazu, dass sich die Banken immer mehr einfallen lassen müssen, um die Kunden im Tagesgeldbereich für sich zu gewinnen. Eine Möglichkeit, die viele Anbieter in Anspruch nehmen ist, dass neuen Kunden Sonderkonditionen angeboten werden. So bekommen dann Neukunden zum Beispiel einen im Vergleich zu den Standardkonditionen um ein Prozent höheren Zinssatz für die Tagesgeldanlage. Darüber hinaus versuchen die Banken jedoch auch, durch Produktvarianten beim Tagesgeld auf sich aufmerksam zu machen und die Anleger für sich zu gewinnen. Zwei solche aktuelle Produktvarianten sind zum Beispiel das „normale“ Girokonto mit Tagesgeldfunktion und das Verrechnungskonto zum Wertpapierdepot mit Tagesgeldfunktion. Das Girokonto mit Tagesgeldfunktion wird in erster Linie vermehrt von den Direktbanken angeboten. Als Basisprodukt handelt es sich hier um ein ganz normales Girokonto, welches alle notwendigen Funktionen und Leistungen besitzt, die ein Girokonto heute haben sollte. Das Besondere an diesem Girokonto ist jedoch, dass der Kontoinhaber für auf dem Konto befindliche Guthaben eine Verzinsung erhält, die etwa der eines Tagesgeldkontos entspricht. Daher spricht man hier eben von einem Girokonto mit Tagesgeldfunktion. Der große Vorteil für den Anleger/Kontoinhaber gegenüber dem reinen Tagesgeldkonto bzw. natürlich auch gegenüber dem reinen Girokonto besteht darin, dass er nur ein Konto benötigt statt zwei verschiedene Konten. Nimmt man den Dispokredit noch hinzu, so ist das Girokonto mit Tagesgeldfunktion im Prinzip ein Konto mit drei Funktionen, die ansonsten auf drei verschiedenen Konten genutzt werden müssten, nämlich dem Kreditkonto, dem Tagesgeldkonto und dem Girokonto. Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Verrechnungskonto zum Wertpapierdepot mit Tagesgeldfunktion. Auch hier bleibt die Hauptfunktion des Kontos erhalten, nämlich als Verrechnungskonto zu einem Wertpapierdepot zu dienen, und darüber hinaus bekommt der Kontoinhaber durch die Tagesgeldfunktion noch eine entsprechend gute Verzinsung für vorhandene Guthaben.