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Viele Staaten in der Schuldenkrise


Montag, 19. Juli 2010 um 10:13 Uhr


Auch wenn derzeit rund um die Schuldenkrisen der europäischen Staaten etwas Ruhe eingekehrt ist, zumindest von Seiten der Medien aus, so haben dennoch viele europäische Staaten ein deutlichen „Loch“ in deren Haushalt und befinden sich in einer Schuldenkrise.

Der „Spitzenreiter“ im negativen Sinne in Europa ist Italien mit einem „Schuldenberg“ in Form der noch offenen Schulden der Staatsanleihen von knapp 1,5 Billionen (!) Euro. Hier muss allerdings direkt hinzu gefügt werden, dass natürlich nicht alleine die Höhe der Verschuldung aus den Staatsanleihen heraus ein Negativpunkt ist. Nur bei einem schlechten Rating kann man davon ausgehen, dass der Staat möglicherweise mehr Schulden aus seinen Anleihen hat, als er eigentlich in er Lage ist zu tilgen. Bei Italien als Schuldner beträgt das Rating aktuell nur noch A+. Auch wenn Frankreich mit offenen Verbindlichkeiten aus seinen emittierten Staatsanleihen mit 1215 Milliarden Euro nicht unwesentlich weniger Schulden hat, so stellt sich die Situation insgesamt aufgrund des besten Ratings von AAA deutlich besser dar.

Neben dem Rating, also der Bonität des Emittenten, muss natürlich auch die Wirtschaftskraft des Staates berücksichtigt werden. Wenn ein Staats mit einem BIP von zum Beispiel 180 Milliarden Euro Verbindlichkeiten in Form der ausgegeben Staatsanleihen über beispielsweise 55 Milliarden Euro hat, so ist das natürlich ein deutlich negativeres Verhältnis als wenn ein Staat diese Schuldensumme hat, dessen BIP bei 1,8 Billionen Euro im Jahr liegt. Auf dem „dritten Platz“ liegt übrigens Deutschland mit Anleiheschulden von etwas über einer Billionen Euro, allerdings ebenfalls mit dem besten Rating, dem Triple-A, ausgestattet. Für die Geldanlage und die Schlüsse des Anlegers ist das Rating im Grunde viel entscheidender als die Höhe der offenen Schulden des Staates. Dennoch sollte man auf ein „gesundes“ Verhältnis achten, denn ein zu großer Anteil an aufgenommenem Kapital durch die Emission von Staatsanleihen kann durchaus auch ein Warnsignal sein.


(c) Redaktion Geldanlagen.de
 
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