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Hamburg - Mittwoch, 28.04.2010 S&P wertet Griechenland erneut ab
Wer hätte gedacht, dass der Namen Griechenland im Bereich der Finanzmärkte einmal in einem Atemzug mit südamerikanischen Staaten wie Uruguay oder Kolumbien genannt werden würde. Spätestens seit der Abstufung durch S&P am gestrigen Tage ist das nun der Fall.
Die amerikanische Rating Agentur Standard & Poors hat die Bonität des südeuropäischen Staates am gestrigen Tage erneut herabgestuft. Aktuell wird Griechenland nur noch mit „B+“ bewertet, was von vielen Analysten und Experten auch lapidar als „Schrott“ bezeichnet wird. Sachlich ausgedrückt bedeutet die Abstufung, dass die Wahrscheinlichkeit deutlich angestiegen ist, dass Anleger ihr Kapital nicht wiedersehen werden, sollten sie griechische Staatsanleihen erwerben. Bereits zuvor hatte S&P Griechenland von ehemals A+ auf A- abgewertet. Was aber bedeutet diese Herabstufung für Griechenland und auch für die Anleger im In- und Ausland? Fakt ist, dass immer weniger Anleger Griechenland als Geldanlage nutzen werden, sei es durch ein Investment in Aktien oder auch in Anleihen. Der Zugang zum Kapitalmarkt wird für den griechischen Staat, beispielsweise durch Emission von Staatsanleihen, immer mehr verbaut, denn kaum ein Anleger ist bereit ein solch hohes Risiko zu tragen, auch wenn die Zinsen mittlerweile eher auf dem (hohen) Niveau von Ländern aus dem Bereich Emerging Market liegen. Anleger sollten aus den genannten Gründen derzeit sowohl Anleihen als auch Aktienwerte aus Griechenland strikt meiden, da beide Wertpapierarten derzeit ohnehin nur noch ein Spielball der Spekulanten sind. Große Vorsicht gilt übrigens auch bei einem möglichen Investment in Portugal, denn hier könnte das Gleiche wie in Griechenland passieren.