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Hamburg - Sonntag, 28.02.2010

Baumwolle als Investment

Schon seit einiger Zeit investieren Anleger nicht mehr ausschließlich in konservative Produkte wie Spareinlagen oder Termingelder, sondern sind auch in alternativen Investments interessiert. Dazu zählt sicherlich auch die Investition in Rohstoffe, mittels der man versucht, eine gute Rendite durch steigende Rohstoffpreise zu erwirtschaften.

Standen beim Rohstoffhandel zunächst vor allem Gold und Erdöl im Vordergrund, so kann heute im Grunde in jede handelbare Ware investiert werden, sei es Weizen, Kaffee, Kakao oder in verschiedene Metalle. Von Zeit zu Zeit ändern sich natürlich die Favoriten im Bereich der Rohstoffe. Derzeit wird der Baumwolle eine sehr gute Investmentchance eingeräumt. Seit Oktober 2009 ist der Preis für einen Ballen Baumwolle stets angestiegen und das US-Landwirtschaftsministerium rechnet in 2010 mit einer erhöhten Nachfrage bei etwas sinkender Produktion, was natürlich für weitere Preissteigerungen sprechen würde. Im Wirtschaftsjahr, welches von Mitte 2009 bis Mitte 2010 reicht, wird mit einer Gesamtproduktion von rund 12 Millionen Ballen gerechnet. Wie auf vielen Rohstoffmärkten derzeit, so ist ein Hauptgrund der gestiegenen Nachfrage vor allen Dingen das starke Wachstum in China. Von der Seite aus ist eine deutlich ansteigende Nachfrage zu spüren. Investieren kann man als Anleger über verschiedene Produkte auch in Preissteigerungen bei der Baumwolle. Zur Verfügung stehen hier verschiedene Derivate. Dazu zählen zum Beispiel Zertifikate, CFDs oder auch verschieden Rohstoff-Fonds. Grundsätzlich muss man sich bei Handel mit Rohstoffen, als auch bei Baumwolle als Basisobjekt, natürlich darüber im Klaren sein, dass es sich hier stets um eine relativ spekulatives Investment handelt.