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Hamburg - Sonntag, 21.02.2010 Anlageerfolge mit ETFs
Immer wieder werden neue Produkte im Bereich der Geldanlagen an den Markt gebracht, doch nur in wenigen Fällen können sich diese dauerhaft etablieren. Es gibt jedoch auch Ausnahmen, zu denen in den letzten Jahren unter anderem auch die ETFs zählen.
Obwohl die Anlageform ETF, wobei es sich um eine Abkürzung für Exchange Traded Funds handelt, bei vielen Anlegern noch nicht bekannt ist, handelt es sich dabei dennoch um eine der besten Möglichkeiten, wie man sein Kapital im langfristigen Bereich investieren kann. Kurz gesagt handelt es sich bei den ETFs um Investmentfonds, die sich allerdings in einigen Punkten vom bisher bekannten klassischen Investmentfonds unterscheiden. Ein wichtiger Unterschied besteht schon einmal darin, dass man die Exchange Traded Funds auch an der Börse handeln kann, was bei den klassischen Investmentfonds nicht der Fall ist. Somit wird die Preisgestaltung transparenter und zudem findet mehrfach am Tag eine Änderung der Preise statt. Im Grunde können die ETFs alle Vorteile aufweisen, welche die klassischen Investmentfonds auch besitzen. Das Vermögen des Anlegers wird auch bei den ETFs als Sondervermögen verwahrt, von daher besteht kein Emittentenrisiko. Ferner erfolgt natürlich eine Risikostreuung, weil auch die ETF-Fonds in verschiedene Finanzprodukte investieren. In der Regel bilden die ETF Fonds einen Index nach, wie zum Beispiel den Deutschen Aktienindex, und werden deshalb auch als Indexfonds bezeichnet. Daraus ergibt sich eine zweite Bezeichnung der ETFs, nämlich „passiv gemanagte Fonds“. Da der Index nachgebildet wird, bleibt dem Fondsmanager kein Spielraum für eigene Anlageentscheidungen, sondern es müssen exakt die Aktien erworben werden, die sich auch im Basisindex befinden. Der Vorteil für den Anleger besteht darin, dass die ETF Fonds im Vergleich eine bessere Performance erzielen, als es bei den klassischen, aktiv gemanagten Fonds in der Vergangenheit der Fall war. Auch in puncto Gebühren liegen die ETFs klar vorne. Zahlt man bei einem klassischen Investmentfonds bis zu 5,50 Prozent an Ausgabeaufschlag und mitunter zudem noch eine Managementgebühr von bis zu zwei Prozent, so fallen bei den ETF Fonds im Durchschnitt nur Gebühren in Höhe von insgesamt bis zu einem Prozent an.