Wählen Sie Ihren Vergleich:

Nachrichten

Hamburg - Samstag, 13.02.2010

Factoring als Alternative

In Zeiten der Kreditklemme müssen sich manche Unternehmen nach Alternativen zur Kreditaufnahme bei der Bank umsehen. Eine mögliche Alternative ist in der heutigen Zeit das Factoring, also der Verkauf von Forderungen an bestimmte Factoring Gesellschaften.

Seit der Finanzkrise sind manche Banken sehr vorsichtig mit der Vergabe von Krediten geworden, teilweise sogar übervorsichtig. Und so erhalten manche Unternehmen sogar dann keinen Kredit mehr, wenn sie völlig gesund sind und die Basis für ein Darlehen vorhanden ist. Eine mögliche Alternative, wie diese Unternehmen dennoch ihre Zahlungsfähigkeit aufrecht erhalten können ist die Inanspruchnahme vom Factoring. Neben der so genannten Kreditklemme führt auch noch die Tatsache zu den Problemen vieler Unternehmen, dass die Zahlungsziele immer größer werden. Fast 90 Tage haben Schuldner heute durchschnittlich Zeit, ihre Verbindlichkeiten aus offenen Lieferungen etc. auszugleichen. Beim Factoring ist es so, dass der Gläubiger der Forderung, also in der Regel ein Unternehmen, welches bereits Waren und Dienstleistungen geliefert hat und nun auf die Bezahlung de Leistung wartet, die Forderung an eine Factoring-Gesellschaft verkauft. Der Vorteil dieses Vorgehens liegt auf der Hand. Auf der einen Seite bekommt der Gläubiger sofort sein Geld und nicht erst nach 90 Tagen. Zum anderen gibt der Gläubiger der Forderung auch sein Risiko an die Factoring-Gesellschaft ab, dass die Zahlung gar nicht erfolgt. Somit entfällt beim Gläubiger auch das oft aufwendige Inkasso- und Mahnverfahren. Der Nachteil am Factoring besteht im Abschlag, mit dem man rechnen muss, da man selten den vollen Forderungsbetrag erhält. Je nachdem, wie die Bonität des Schuldners eingeschätzt wird, liegt dieser Abschlag bei 5 bis 20 Prozent.