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Hamburg - Samstag, 13.02.2010

Fremdwährungskonten als Alternative

Derzeit sind die Zinsen im Bereich Tagesgeld und Festgeld auf einem Rekordtief. Ursache dafür sind vor allen Dingen die extrem niedrigen Leitzinsen in der EU, der EZB-Leitzinssatz liegt nur noch bei einem Prozent. Eine Alternative für Anleger könnten daher Fremdwährungskonten sein.

Da man auf einem Tagesgeldkonto derzeit durchschnittlich nur noch einen Zinssatz von knapp über einem Prozent erhält und auch beim Festgeldkonto erst ab einer Laufzeit von mehreren Jahren etwas höhere Zinsen möglich sind, interessieren sich die Anleger vermehrt auch für Fremdwährungskonten. Wie der Name bereits aussagt, handelt es sich dabei ebenfalls in der Regel im Tagesgeld- und Festgeldkonten, allerdings wird das Kapital nicht in Euro, sondern in der jeweiligen aus Sicht des deutschen Anlegers fremden Währung angelegt. Diese Fremdwährungskonten können dem Anleger oftmals gleich zwei Vorteile gegenüber einer Anlage auf einem Tages- oder Festgeldkonto bei einer deutsche Bank bieten. Der erste Vorteil besteht in den höheren Zinsen. Schaut man sich beispielsweise derzeit in der Türkei, in Ungarn, oder auch außerhalb von Europa beispielsweise in Brasilien um, dann erhält man dort für Einlagen auf Tagesgeldkonten teilweise mehr als doppelt so hohe Zinsen wie in Deutschland. Der zweite Vorteil kann aufgrund des derzeit recht schwachen Euro bestehen. Durch die Schwäche des Euro und der dadurch entstehenden Stärke der anderen Währungen können zu den guten Zinsen nämlich auch noch Währungsgewinne hinzu kommen, sodass sich das Fremdwährungskonto gleich in zweifacher Hinsicht rentieren könnte.