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Hamburg - Samstag, 13.02.2010 Gebühren für Bargeldverfügungen am Geldautomaten erhöht
Mit negativen Konditionen macht sicherlich kein Unternehmen Werbung, so auch nicht die Banken. Dennoch haben diese Institute natürlich eigentlich die Pflicht, den Kunden auch über Preiserhöhungen zu informieren. Aber haben Sie mitbekommen, dass zu Beginn des Jahres die Gebühren für Fremdverfügungen am Geldautomaten erhöht wurden? Falls nicht: es gab eine zum Teil drastische Erhöhung dieser Gebühren!
Zu Jahresbeginn wurden die Gebühren für Verfügungen an fremden Geldautomaten von einigen Banken mitunter drastisch erhöht, teilweise ohne jegliche Information an den Kunden. So verlangen inzwischen einige Institute glatte zehn Euro (!), falls man an instituts- oder verbundsfremden Geldautomaten Bargeld verfügen möchte. Im Schnitt liegen die Gebühren nun aktuell bei 5,64 Euro , falls man eine Fremdverfügung am Automaten vornimmt. Nur zur Verdeutlichung: der Bank entstehen bei einem solchen Auszahl-Vorgang am Geldautomaten, egal ob bei eigenen oder fremden Kunden, Kosten von ca. 0,60 Euro. Die Durchschnittsgebühr bedeutet also eine Gewinnspanne von rund 900 (!!!) Prozent. Mit Kostendeckung hat das nichts mehr zu tun, sondern die Gebühr ist vielmehr eine harte Strafe geworden, da es der Kunde „wagt“, nicht die Geldautomaten des eigenen Instituts zu nutzen. An der Spitze der Gebührenerhöhung stehen die Sparkassen und die Genossenschaftsbanken, also jene Institute, die das mit Abstand größte Netz an Geldautomaten in Deutschland besitzen. So langt zum Beispiel die Sparda Bank Hannover kräftig zu und verlangt nun acht Euro, wenn man als Fremdkunde am Geldautomaten verfügt. Bei einigen Volksbanken fallen sogar zehn Euro an, wenn man dort beispielsweise als Kunde der Commerzbank am Geldautomaten Bargeld abhebt. Als Kunde kann man sich gegen diese teilweise einfach nur noch als unverschämt zu bezeichnenden Gebühren nur so wehren, dass man konsequent ausschließlich die Automaten eigener Institute nutzt oder solche, die an Gruppen angeschlossen sind. Letztendlich werden diese Gebühren natürlich auch dazu führen, und genau das wollen vielleicht auch die Sparkassen und Volksbanken erreichen, dass man als Kunde dort sein Girokonto führt, wo viele Geldautomaten in der Nähe sind – und da haben die Sparkassen und Genossenschaftsbanken aufgrund des großen Netzes natürlich Vorteile.