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Hamburg - Samstag, 13.02.2010 Aktien gegen Renten
Im Allgemeinen geht man davon aus, dass man als Anleger mit Aktien dauerhaft eine bessere Rendite erzielen kann als mit Rentenpapieren. Das Duell Aktien gegen Renten sollten also grundsätzlich eindeutig die Aktien für sich entscheiden können. Um so verblüffender sind Ergebnisse einer Studie, welche die Wertentwicklung der beiden Finanzprodukte über Jahrzehnte miteinander verglichen hat.
Renten gelten zwar als relativ sichere Form der Geldanlage, dafür wird ihnen oftmals eine relativ geringe Rendite nachgesagt. Bei den Aktien ist das jedoch anders, denn diese haben zwar etwas spekulativeren Charakter, dafür wird ihnen eine deutlich bessere Rendite als den Renten zugeschrieben. Doch ist es wirklich so, dass Aktien über einen längeren Zeitraum eine deutlich bessere Rendite als Renten erzielen können? Eine kürzlich veröffentliche Untersuchung kommt nun zu einem erstaunlichen Ergebnis. Untersucht wurde im Rahmen der Studie 33 verschiedene Anlagezeiträume von jeweils einer Dauer von 10 Jahren. Innerhalb dieses Zeitraums wurden jeweils die Wertentwicklung des Deutschen Rentenindex REX (stellvertretend für die Renten) und die Entwicklung des Deutschen Aktienindex DAX miteinander verglichen. In nur 18 der 33 untersuchten Zeiträume konnte der DAX eine bessere Performance als der REX erzielen. Aus umgekehrter Sicht betrachtet bedeutet das also, dass die Renten die Aktien in 15 von 33 Fällen von der Performance her „schlagen“ konnten. Im Durchschnitt aller 33 betrachteten Zeiträume ergibt sich bei den Aktien eine Rendite von 7,48 Prozent und bei den Renten eine Rendite von 7,19 Prozent. Dabei sind natürlich die Schwankungen bei den Aktien deutlich stärker als bei den Renten. Wenn man also die Schwankungen, die Sicherheit und Rendite berücksichtigt, dann gehen die Renten im Grunde aus dem Zweikampf gegen die Aktien aus langfristiger Sicht als Sieger hervor.