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Hamburg - Mittwoch, 06.01.2010

Kunst als Geld- und Kapitalanlage

Besonders in Zeiten von Krisen und wo die Zinsen auf einem sehr niedrigen Niveau sind, suchen Anleger auch nach etwas exotischeren Alternativen im Bereich der Kapitalanlage. Dazu gehörte in 2009 auf jeden Fall das Investment in Kunstobjekte, was einen regelrechten Boom verzeichnen konnte.

Die bei Kunstobjekten erzielten Preise waren im Jahre 2009 außergewöhnlich hoch, vor allen Dingen im Vergleich zu den Jahren zuvor, was ein deutliches Zeichen dafür ist, dass die Anleger verstärkt auch die Kunst als Anlagemöglichkeit entdeckt haben. Der Rekord im Rahmen eines Einzelverkaufs eines Gemäldes lag in 2009 sogar bei 14 Millionen US-Dollar, die ein Kunstkenner bereit war für ein Gemälde von Andre Derain zu zahlen, obwohl der Wert lediglich auf rund sieben Millionen Dollar geschätzt wurde. Auch ein Gemälde von Picasso konnte den Kaufpreis von zehn Millionen US-Dollar überschreiten, nämlich das Bild „Buste d'homme“ mit einem Endgebot von 10,4 Millionen Dollar. Neben diesen Gemälden wurden noch für rund 30 weitere Gemälde im Jahre 2009 Preise jenseits der fünf Millionen Dollar-Grenze gezahlt. Damit schließt sich die Kunst als mögliches Investment im Grunde von der Preisentwicklung dem Gold an, denn auch diesen konnte im Jahre 2009 ein deutliches Steigen des Preisniveaus verzeichnen. Ob sich dieser Trend jedoch fortsetzen wird bleibt abzuwarten, wenn nach dem Überwinden de Wirtschaftskrise auch die „konservativen“ Investments wieder interessanter werden sollten.