Wählen Sie Ihren Vergleich:
Nachrichten
Hamburg - Mittwoch, 16.12.2009 Beratung der Banken nach wie vor schlecht
Einer aktuellen Studie der Zeitschrift Finanztest zufolge hat sich die Beratungsqualität der deutschen Banken auch nach der Finanzkrise überhaupt nicht gebessert. Nicht ein Einziges der getesteten Institute konnte mit der Note gut oder gar sehr gut abschneiden.
Aus dem Test heraus ergeben sich vor allen Dingen zwei Hauptkritikpunkte an die Banken. Zum einen stellen die meisten Berater den Kunden nicht einmal solche Fragen, die sogar laut Anlageberatungs-Gesetzen vorgeschrieben sind, und zum anderen werden Produkte als scheinbar sicher verkauft, die in der Praxis alles andere als sicher sind und zum Teil hohe Risiken aufweisen. Und das, obwohl die Testkunden ausdrücklich eine sehr sichere Form der Geldanlage haben wollten. Getestet wurden insgesamt 21 Großbanken und Sparkassen, von denen nur drei Institute überhaupt die Note „befriedigend“ erreichen konnten. 16 Institute bekamen ein „ausreichend“ und zwei Banken mussten sogar mit der Note „mangelhaft“ bewertet werden. Ein absolut erschreckendes Ergebnis, dass vielleicht endlich einmal dazu führt, dass auch die Vorstände und Geschäftsführer der Banken insoweit umdenken, dass die Beratungsqualität wieder angehoben wird und nicht mehr fast nur Verkäufer in einer Bank arbeiten, sondern auch echte Berater mit ausreichendem oder wünschenswerter Weise gutem Fachwissen. Die BW Bank und die Ostsächsische Sparkasse erhielten übrigens die beiden Mangelhaft-Noten, während die Commerzbank, die Kreissparkasse Köln und die Berliner Sparkasse immerhin mit „befriedigend“ abschließen konnten.