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Girokonto Zinsen
Die Girokonto Zinsen als Vergleichskriterium
In erster Linie vergleicht man die unterschiedlichen Angebote in der Sparte Girokonto heute bezüglich der Kontoführungsgebühren. Da jedoch immer häufiger Banken auf die Kontoführungsgebühren verzichten und ein kostenloses Girokonto anbieten, sollte sich das Augenmerk nun vor allen Dingen auf den Vergleich der Zinsen richtet, die beim Girokonto gleich in zwei Varianten anfallen können. Da das Girokonto ohnehin die einzige Kontoart überhaupt ist, die sowohl Haben- als auch Sollbestände führen kann, gibt es die beiden Zinsarten Habenzinsen und Sollzinsen. Bis vor einigen Jahren waren für den Kunden im Grunde nur die Sollzinsen interessant, da diese dann anfallen, wenn man sein Konto überzieht, sei es im Rahmen einer zugesagten Kreditlinie (Dispositionskredit) oder als eine seitens der Bank geduldete Überziehung. Heute bieten die Banken aber immer verstärkter auch eine Guthabenverzinsung für das Girokonto an, sodass auch die Habenzinsen durchaus ein Vergleichskriterium sein können. Welche Zinsen wichtig beim Girokonto-Vergleich sind, hängt sicherlich vor allem von der Nutzungsweise des Kunden ab. Wer einen Dispositionsrahmen recht häufig nutzt, für den sind natürlich besonders die Dispozinsen interessant. Hier gibt es große Unterschiede, denn manche Banken veranschlagen einen Sollzinssatz von "lediglich" sieben oder acht Prozent, während andere Banken für die gleiche Leistung, also die mögliche Überziehung des Girokontos, durchaus bis zu 14 Prozent an Zinsen verlangen. Möchte man das Girokonto hingegen flexibel auch als eine Art Tagesgeld nutzen können, dann ist sicherlich der Habenzinssatz sehr interessant und sollte vor der Anbieterwahl verglichen werden. Die Zinsen beim Konto können entscheidend sein
Besonders die Sollzinsen haben einen maßgeblichen Anteil daran, ob ein Girokonto als günstig oder eher als teuer bezeichnet werden muss. Zwar achten die meisten Verbraucher bei einem Anbietervergleich vor allem auf die Kontoführungsgebühren, aber wer seinen Dispokredit öfter nutzt, der kann deutlich mehr sparen wenn er eine Bank findet, die einen relativ geringen Sollzinssatz verlangt. Der Vergleich der Sollzinsen ist also demnach für Kunden, die ihr Konto auch einmal überziehen, deutlich wichtiger als der Vergleich der Kontoführungsgebühren, was an dem folgenden Beispiel verdeutlicht werden kann. Im Bereich der Kontoführungsgebühren bieten einige Banken bereits Kostenfreiheit an. Aber selbst wenn man kein kostenloses Girokonto nutzt, liegen die Gebühren für die Kontoführung heute selten auf einem Niveau von über acht Euro im Monat. Im Extremfall besteht bezüglich der Kontoführungsgebühren also ein Sparpotential knapp 100 Euro im Jahr, wenn man einen günstigen Anbieter mit einem teuren Anbieter vergleicht. Deutlich höher kann das Sparpotential jedoch beim Zinssatz für die Nutzung des Dispokredites sein. Geht man hier zum Beispiel davon aus, dass das Girokonto im Jahr mit durchschnittlich 4.000 Euro überzogen ist, und dass günstige Angebote im Bereich von acht Prozent Zinsen und teure Angebote im Bereich eines Zinssatzes von 14 Prozent liegen, so ergibt das beim Zinssatz eine mögliche Differenz von sechs Prozent. Bezogen auf die durchschnittliche Kontoüberziehung von 4.000 Euro wäre das also ein Sparpotential von 240 Euro im Jahr. Das Girokonto der Bank zu vielen Zwecken nutzen
Das Girokonto kann man mittlerweile zu mindestens drei Zwecken nutzen. Der Hauptzweck besteht nach wie vor darin, dass alle notwendigen Geldeingänge und Geldausgänge über dieses Konto verbucht werden können. Ferner wird das Girokonto schon seit einem sehr langen Zeitraum praktisch als eine Basis für einen Kredit bzw. für eine Kreditlinie genutzt. Dabei handelt es sich um einen Dispositionskredit oder auch um eine Kreditlinie, die man durch die Nutzung einer Kreditkarte erhält. Seit einiger Zeit erfüllen immer mehr Girokonten noch einen dritten Zweck. Sie dienen dann mitunter als Geldanlage, denn in Form der Girokonten mit Tagesgeldfunktion werden Guthaben zu einem Zinssatz verzinst, der in etwa mit dem Zinssatz verglichen werden kann, den der Kunde auch für die Nutzung von Tagesgeldanlagen bekommen würde.