Wählen Sie Ihren Vergleich:
Geldanlage Lexikon
Short
Im Bereich der Geldanlagen ist es die Regel, dass man eine bestimmte Kapitalsumme investiert und im Gegenzug dann ein Finanzprodukt erhält, beispielsweise eine Anleihe oder eine Aktie. Man hat als Anleger in dem Fall stets ein Guthaben, entweder in Form von Kapital oder in Form von Wertpapieren als Bestand. Dieses Guthaben bzw. den Bestand bezeichnet man in der Fachsprache auch als „long“. Wie man sich nun vielleicht bereits denken kann, gibt es auch ein Gegenteil von „long“, folgerichtig auch als „short“ bezeichnet. Der Begriff short wird meistens mit Leerverkauf „übersetzt“ und sagt im Grunde nichts anderes aus, als dass man Wertpapiere verkauft hat, die man (noch) gar nicht im Bestand hat. In der Praxis sieht ein solcher Vorgang dann so aus, dass man beispielsweise 50 Aktien der XY-AG verkauft, die man aber gar nicht besitzt. Dieses Geschäft ist dann ein so genannter Short-Verkauf bzw. Leerverkauf, durch den der Anleger dann „short“ geht. Die „fehlenden“ Wertpapiere müssen jedoch irgendwann vom Anleger gekauft werden, denn auf Dauer darf diese Short-Position nicht vorhanden sein. Der Hintergedanke hinter den Short-Geschäften besteht darin, dass der Anleger hofft, die Wertpapiere aktuell zu einem niedrigeren Preis/Kurs verkaufen zu können, als er dann später beim Kauf zahlen muss. Die Short-Geschäfte fallen demnach in den Bereich der hoch-spekulativen Finanztransaktionen.