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Geldanlage Lexikon

Nullkupon-Anleihe

Bei sehr vielen Anleihen ist in den Bedingungen festgelegt, dass der Inhaber einen festen Zinssatz erhält. Auch die Höhe des Zinssatzes wird in der Regel garantiert. Neben den festverzinslichen Wertpapieren gibt es auch Anleihen, die mit einem variablen Zinssatz ausgestattet sind. Darüber hinaus wird am Markt aber auch noch eine Anleiheart angeboten, die man als Nullkupon-Anleihe bezeichnet. Kennzeichnend für diese Anleihe ist die Tatsache, dass der Anleger hier keine Zinsen erhält (Nullkupon = kein Zins). Da natürlich Niemand eine Anleihe kaufen würde, für die er keine Zinsen bekommt, muss der Emittent dieses „Manko“ ausgleichen. Das geschieht in der Praxis durch ein Disagio, also einen Kursabschlag. Der Käufer der Anleihe muss dann beispielsweise bei einem Nominalbetrag von 10.000 Euro nur 9.000 Euro zahlen, die Anleihe wird also zu einem Kurs von 90 Prozent ausgegeben. Dieser Gewinn ist dann praktisch der Ausgleich dazu, dass keine Zinsen gezahlt werden. Heute sind die Null-Kupon Anleihen kaum noch interessant. Denn der Hauptvorteil war, dass Kursgewinne im Gegensatz zu Zinserträgen bis zur Einführung der Abgeltungssteuer im bestimmten Umfang steuerfrei waren, was aber heute (2010) nicht mehr der Fall ist.