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Geldanlage Lexikon
Münzen
Münzen dienen nicht nur in allen Ländern als gesetzliches Zahlungsmittel und den Sammlern als begehrtes Sammlerobjekt, sondern man kann verschiedene Münzen auch als eine Art der Kapitalanlage nutzen. Es handelt sich dabei fast ausschließlich um Goldmünzen oder Silbermünzen, aber auch Platinmünzen können als Geldanlage dienen. Diese speziellen Münzen zeichnen sich allesamt dadurch aus, dass diese im Grunde keinen oder nur einen sehr geringen Sammlerwert (ideellen) Wert haben, sondern dass der Preis und der Wert der Münze sich aus dem reinen Materialwert ergibt. Aus diesem Grunde werden auch nur Münzen aus Gold, Silber und Platin, also aus einem Edelmetall, als Anlagemünzen bezeichnet. Der Wert der Anlagemünzen richtet sich wie bereits kurz erwähnt fast ausschließlich danach, welchen Preis eine Einheit des jeweiligen Edelmetalls derzeit aktuell am Markt hat. Nimmt man beispielsweise eine Goldmünze mit einem Gewicht von einer Unze (31,1 Gramm) und einer Feinheit von 999,99 als Beispiel, dann liegt der Materialwert des Goldes bei diesem Gewicht derzeit (März 2010) bei rund 850 Euro. Somit haben auch Goldmünzen mit diesem Gewicht den etwa gleichen Wert. Für den Anleger haben Münzen als Geldanlage oftmals den Vorteil, das der Wert des Metalls unabhängig von der Konjunktur ist und insgesamt als beständiger gilt, als es beispielsweise bei Aktien der Fall ist. Der Nachteil der Nutzung von Münzen als Anlage besteht in den recht hohen Gebühren (Differenz zwischen dem Ankauf- und dem Verkaufspreis) und den Verwahrungskosten, da die kostbaren Münzen oftmals in einem Banksafe verwahrt werden.