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Geldanlage Lexikon
Mischfonds
Viele Anleger kennen die „Vierteilung“ der am Markt angebotenen Investmentfonds in die Bereiche Immobilienfonds, Geldmarktfonds, Rentenfonds und Anleihefonds. Darüber hinaus gibt es aber auch diverse Fonds, die sich nicht ausschließlich auf eine Produktart konzentrieren, also nicht nur auf Immobilien, Aktien oder Renten, sondern in verschiedene Arten von Finanzprodukten investieren. Diese speziellen Fonds werden demzufolge auch als gemischte Fonds oder auch als Mischfonds bezeichnet. Bis auf Immobilienfonds, die ausschließlich in Immobilien investieren, kann ein Mischfonds also beispielsweise Teile seines Kapitals in Aktien, aber auch gleichzeitig in Renten oder Geldmarktpapiere investieren. Viele Experten sehen in den Mischfonds einen großen Vorteil gegenüber den „Spezialfonds“, die also entweder nur in Aktien oder nur in Rentenwerte investieren. Während diese Spezialfonds nämlich immer zu mindestens 80 oder 90 Prozent in den jeweiligen Finanzprodukten investiert sein müssen, können die Mischfonds zumindest ihr Kapital dorthin gehend aufteilen, welche Produkte derzeit aussichtsreicher erscheinen. Sind also zum Beispiel die Aktienkurse auf einem fallenden Niveau, muss der Aktienfonds dennoch in Aktien investieren. Der Mischfonds kann hingegen seinen Aktienanteil in dieser Situation verringern und dafür den Anteil an Rentenwerten erhöhen. Bei den Riester Fonds handelt es sich zum Beispiel fast nur um Mischfonds, denn durch eine Umschichtung von Aktien in Renten einige Jahre vor Fälligkeit des Sparvertrages wird die geforderte Garantie erreicht, welche beinhaltet, dass man als Sparer zumindest das eingezahlte Kapital zurück erhält.