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Geldanlage Lexikon
Leverage
Während es bei den meisten Anlageformen so ist, dass der Anleger entweder einen festen Zinssatz als Rendite oder diverse andere Renditen in Prozent bekommt, gibt es auch im Bereich der Geldanlagen die Möglichkeit, seine Gewinne zu potenzieren. Man setzt also beispielsweise 500 Euro ein und bekommt den dreifachen Betrag ausgezahlt, auch wenn das Finanzprodukt selber eigentlich nur einen Gewinn von 50 Prozent erzielt hat. Diese Möglichkeit der Gewinnpotenzierung gründet sich auf dem so genannten Hebel, welcher in der Fachsprache auch als Leverage bezeichnet wird. Den Leverage findet man ausschließlich bei den spekulativen Finanzprodukten vor, so zum Beispiel bei den Zertifikaten, den Optionsscheinen oder auch im Bereich des Devisenhandels und des Handels mit CFDs (Termin-Differenzgeschäfte). Wichtig ist es beim Leverage jedoch zu wissen, dass dieser nicht nur für höhere Gewinne sorgt, sondern sich auf der anderen Seite auch das Verlustrisiko erhöht. Beim Zertifikat ist es zum Beispiel so, dass der Leverage im Rahmen von so genannten Hebelzertifikaten in der Regel bei maximal drei, meistens sogar „nur“ bei zwei liegt. Als „Ausgleich“ für diese höheren möglichen Gewinne gibt es dann jedoch auch eine Knock-Out Schwelle, bei deren Unterschreiten der Anleger sein gesamtes Kapital verliert. Ähnlich funktioniert der Leverage auch im Bereich Optionsscheine. Hier sind bereits Hebel von bis zu 20 möglich, die aufgrund des Zeitwertes des Optionsscheins zustande kommen. Im Bereich des Handels mit Devisen und CFDs hat der Leverage mitunter sogar eine Höhe von bis zu 400:1. Dieser hohe Hebel kommt aufgrund der Tatsache zustande, dass der Broker dem Kunden Geld leiht, welches eben mitunter das 400-fache des vorhandenen Eigenkapitals beträgt.