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Geldanlage Lexikon
Länderfonds
Bei den Investmentfonds kann der Anleger heute zwischen einigen tausend Produkten auswählen, die sich zur besseren Unterscheidung in verschiedene Kategorien einteilen lassen. So kann man zum Beispiel die Aktienfonds unter anderem danach aufteilen, in welche Art von Aktien der jeweilige Fonds investiert bzw. an welchem Ort die Unternehmen ihren Hauptsitz haben. Aktienfonds unterscheidet man daher zum Beispiel danach, ob es sich um Branchenfonds, Regionenfonds oder um Länderfonds handelt. Bei den Branchenfonds ist es so, dass der Fonds in Aktien aus einer speziellen Branche investiert, beispielsweise in Aktien aus dem Bereich Bau-Branche. Die Regionenfonds wählen ihre Aktien im Gegensatz dazu danach aus, ob das jeweilige Unternehmen in einer bestimmten Region ansässig ist, beispielsweise in Südamerika. In diese Richtung geht auch der Länderfonds. Die Länderfonds investieren ausschließlich in solche Aktien bzw. Unternehmen, die aus einem speziellen Land kommen. Der Anleger kann sich daher auch darauf verlassen, dass wenn er einen Länderfonds Deutschland kauft, der Fonds auch nur in Aktienwerte aus dem Inland investiert. Im Vergleich zu den Regionenfonds und den Branchenfonds haben die Länderfonds Vor- und Nachteile. Die Risikostreuung ist beispielsweise größer als beim Branchenfonds, aber geringer als beim Regionenfonds. Der Länderfonds konzentriert sich zwar nicht nur auf eine bestimmte Branche, aber er konzentriert sich auf ein bestimmtes Land, während der Regionenfonds eben die gesamte Region mit einschließt. Wird beispielsweise einigen Staaten in Südamerika eine zukünftig hervorragende Entwicklung voraus gesagt, dass muss man sich mit dem Länderfonds für ein bestimmtes Land entscheiden, während der Regionenfonds mitunter alle genannten Länder abdeckt.