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Geldanlage Lexikon

Kreditkarte

Die Kreditkarte wird von Banken und Unternehmen für bargeldlose Bezahlungen angeboten. Seit der Einführung in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts werden Kreditkarten in fast allen Ländern der Welt zum Bezahlen von Dienstleistungen und Waren eingesetzt. Der wesentliche Vorteil: Kunden müssen kein Bargeld mit sich führen und sparen sich besonders auf Auslandsreisen den Umtausch von Geldbeträgen, da die Kreditkarte immer eine Bezahlung in der jeweiligen Landeswährung ermöglicht. Zu den Ländern, in denen die Kreditkarte genauso akzeptiert ist, wie Bargeld, gehören unter anderem die USA, England und Frankreich. In Deutschland hat in den letzten 20 Jahren ein Boom bei den Kreditkarten eingesetzt, da die Kreditkarte oft fester Bestandteil von Girokonten wurde.

Verschiedene Kreditkarten-Varianten

Die klassische Kreditkarte bietet dem Inhaber die Bezahl- und Bargeldmöglichkeit und einen Verfügungsrahmen zwischen 1.000 und 3.000 Euro, der sich am Einkommen und an der Bonität orientiert. Für Kunden mit einem größeren Einkommen gibt es die "höherwertigen" Karten, auch unter den Namen Gold - Kreditkarte oder Platin - Kreditkarte bekannt. Diese Karten haben einen größeren oder sogar unbegrenzten Verfügungsrahmen und integrierte Zusatzleistungen, zum Beispiel Versicherungspakete oder einen telefonischen Assistence-Service, der rund um die Uhr die Kundenwünsche (Reisebuchungen, Hotelzimmer-Reservierungen) erfüllt.

Der praktische Einsatz von Kreditkarten

Im Geschäft wird die Karte durch ein elektronisches Lesegerät geführt, das sofort die Höhe des verfügbaren Limits überprüft und den Sperr-Status der Kreditkarte. Der danach erstellte Zahlbeleg wird durch den Karteninhaber unterschrieben und damit genehmigt. Alle Buchungen eines Monats fasst die Kartengesellschaft später in einer Abrechnung zusammen und bucht den kompletten Betrag vom Girokonto ab. Alternativ bieten viele Banken auch die Rückzahlung der Kartenzahlungen in Teilzahlung mit entsprechender Kreditverzinsung an.

Die Kosten von Kreditkarten

Bei Kreditkarten entstehen unterschiedliche Kosten. Mit der Jahresgebühr deckt die Bank die laufenden Kosten ab. Verbraucher können bei vielen Banken heute auch eine Kreditkarte ohne Jahresgebühr bekommen, die oft im Zusammenhang mit einem Girokontopaket ausgegeben wird. Daneben gibt es transaktionsbezogene Gebühren, beispielsweise für die Nutzung eines Geldautomaten oder bei einer Bezahlung im Ausland. Deutsche Verbraucher können ihre Kreditkarte europaweit ohne Zusatzkosten beim Bezahlen einsetzen, da eine Euro-Zahlung allgemein gebührenfrei ist.

Die Kreditkarte von Banken und Unternehmen

Die bekanntesten Kreditkartenmarken sind MasterCard, VISA Card und American Express. Während American Express die Kreditkarten selbst ausgibt, werden MasterCards und VISA Cards immer von einer Bank ausgegeben. Auch hinter so genannten Corporate Cards, beispielsweise von Fluggesellschaften, Automobilclubs oder Kaufhausketten steht immer eine Bank. Die beiden wichtigsten Funktionen einer Kreditkarte sind die Einsatzmöglichkeit in Geschäften und die Abhebung von Bargeld an Geldautomaten. Daneben bieten viele Karten noch Extra-Leistungen an - Prämiensysteme, Tankrabatte - und werden damit für viele Verbraucher immer attraktiver.