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Geldanlage Lexikon
Habenzinsen
Im Finanzbereich unterscheidet man zwei Arten von Zinsen. Auf der einen Seite gibt es die Sollzinsen, die dem Kunden bei Überziehung des Girokontos oder im Rahmen eines Kredites berechnet werden. Auf der anderen Seite gibt es die Habenzinsen, welche auch als Guthabenzinsen bezeichnet werden. Diese Habenzinsen stellen für den Kunden eine Gutschrift dar und werden auf allen Anlagekonten und zudem mitunter auf dem Girokonto gezahlt. Zu welchem Zeitpunkt die Habenzinsen gezahlt werden, in welchem Rhythmus und in welcher Höhe, hängt vom jeweiligen Finanzprodukt ab. Habenzinsen werden zum Beispiel gutgeschrieben bei einer Geldanlage auf einem Sparkonto, einem Tagesgeldkonto oder einem Festgeldkonto. Für eine Geldanlage in verzinsliche Wertpapiere bekommt man zwar auch Zinsen, diese werden im allgemeinen aber nicht als Habenzinsen bezeichnet, auch wenn diese Zinsen natürlich ebenfalls einen Ertrag für den Anleger darstellen. Generell sind seit 2009 alle erhaltenen Habenzinsen im Rahmen der Abgeltungssteuer zu versteuern, eine Verrechnung mit gezahlten Sollzinsen ist hier nicht möglich.