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Geldanlage Lexikon

Garantiefonds

Es gib unterschiedliche Arten von Fonds, welche man nach dem einen oder anderem Kriterium unterscheiden kann. Eine spezielle Sorte von Fonds sind die so bezeichneten Garantiefonds. Die Garantie bei diesem Fonds besteht darin, dass der Anleger einen zugesagten Mindestprozentsatz seiner eingezahlten Sparbeiträge ab einem gewissen Zeitpunkt zurück bekommt. Und zwar auch in dem Fall, dass eigentlich ein größerer Kapitalverlust vorhanden wäre. Eine große Rolle spielen die Garantiefonds auf der einen Seite seit Einführung der Riester Rente, auf der anderen Seite besonders seit der Finanzkrise, da nun viele Anleger auch im Bereich der Fonds nach der größtmöglichen Absicherung suchen. Bei den Riester Fonds handelt es sich beispielsweise immer gleichzeitig um Garantiefonds, weil dem Anleger garantiert werden muss, dass bei Fälligkeit des Vertrages die Beiträge und die Riester Förderung erhalten bleiben. Die Garantiefonds haben jedoch nicht nur den Vorteil dieser Sicherheit, sondern dem entgegen steht auch ein großer Nachteil. Aufgrund der notwendigen Absicherung geht nämlich ein Teil der ansonsten möglichen Rendite verloren. Gegen Ende der Laufzeit des Sparvertrages werden die Aktienanteile deutlich reduziert und in Rentenwerte umgeschichtet, was im Regelfall zu Lasten der Rendite geht. Auch die vom Anleger zu zahlenden Gebühren sind beim Garantiefonds recht hoch. Die Garantie muss übrigens nicht zwangsläufig 100 Prozent der Kapitaleinzahlungen betreffen, sondern manche Garantiefonds sichern auch nur 80 oder 90 Prozent Kapitalerhalt zu.