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Geldanlage Lexikon

Emittentenrisiko

Das so genannte Emittentenrisiko ist vielen Anlegern erst seit der Pleite der Lehman Brother Bank ein Begriff und den damit zusammenhängenden Verlusten der Lehman Brothers Zertifikate. Ein Emittentenrisiko ist für den Anleger bei nahezu jedem Wertpapier vorhanden, da der Anleger Gläubiger wird und der Emittent daher zum Schuldner wird. Konkret besteht das Emittentenrisiko nun darin, dass der Emittent zahlungsunfähig wird oder sogar Insolvenz anmelden muss, und daher nicht mehr im Stande ist, das vom Anleger erhaltenen Kapital, was zum Beispiel in Form des Erwerbs einer Anleihe „übergeben“ wurde, wie geplant zurück zu zahlen. Das Kapital des Anlegers würde also in den meisten Fällen in der Insolvenzmasse „untergehen“ und der Anleger würde einen Totalverlust erleiden. Kein Emittentenrisiko findet man lediglich im Wertpapierbereich bei den Investmentfonds vor, weil das Kapital getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft verwaltet wird und dann auch nicht in eine etwaige Insolvenzmasse mit eingerechnet werden würde.